Symbolbild

Der Pflegepakt Saarland – der Zusammenschluss aller Akteure in den Gesundheits- und Pflegeberufen – konnte in seiner heutigen 12. Sitzung eine positive Bilanz ziehen: Trotz der durch die Pandemie angespannten Situation sei es gelungen, zahlreiche, motivierte Auszubildende für den vielfältigen Bereich der Pflege zu gewinnen.

„Mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung wurde 2020 trotz der Einschränkung durch die Corona-Pandemie ein neues Kapitel in der Pflegeausbildung aufgeschlagen. Die Ausbildung zeichnet sich durch ein neues, zeitgemäßes Berufsfeld aus und bietet zusätzlich eine hohe Ausbildungsvergütung sowohl in der Pflegeassistenz- als auch bei der Pflegekraftausbildung. Das wirkt: Wir verzeichnen spürbar mehr Beschäftigte in Pflegeberufen. Es sind perspektivisch immer noch zu wenige, daher wollen wir auch im Krankenhausplan die Zahl der Ausbildungsplätze erhöhen“, so Gesundheitsministerin Monika Bachmann im Rahmen der heutigen Sitzung des „Pflegepakt Saarland“.

In Zahlen bedeutet das: Im Juni waren rund 15.600 Frauen und Männer im Saarland in Gesundheits- und Krankenpflegeberufen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 300 Beschäftigten (+1,8%) im Vergleich zum Vorjahr. Um noch mehr Menschen für Pflegeberufe zu begeistern, startete das saarländische Gesundheitsministerium seit Beginn diesen Jahres verschiedene zielgruppengerechte Werbemaßnahmen zur generalistischen Pflegeausbildung „Aus drei wird eins!“.

999 Menschen sind in die neue generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft und 252 Menschen in eine Ausbildung zur generalistischen Pflegeassistenz 2020 gestartet. Die Gruppe der Pflegassistenten teilt sich in 34 Prozent männliche und 66 Prozent weibliche Auszubildende auf. Das durchschnittliche Alter ist 26 Jahre, die Jüngste ist 16, die Älteste 54 Jahre. Ab Oktober 2021 stehen nochmals 252 Ausbildungsplätze zur Verfügung – bei entsprechender Nachfrage sind auch mehr Plätze möglich. Damit wird das ursprüngliche Ziel, 350 Ausbildungsplätze in den beiden Ausbildungsjahren vorzuhalten, deutlich übertroffen. Das ist ein erster Erfolg für dieses neue Angebot.

Weitere wichtige Themen der 12. Sitzung des „Pflegepakt Saarland“ waren Unterstützungsangebote für Auszubildende und Umschüler durch die Arbeitsagentur sowie die Vorstellung des Konzeptes für ein saarländisches Ausbildungspanel in der Pflege des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Vorheriger ArtikelSaarland erhält 400 Millionen Euro zur Förderung seiner Wasserstoffindustrie
Nächster ArtikelHallennutzung in Blieskastel wieder möglich

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.