Foto: Christian Schäfer

Traditionell tritt der Nikolaus auf dem Homburger Nikolausmarkt auf. Da der jedoch bekanntlich in diesem Jahr ausgefallen ist, wurde eine besondere Aktion ins Leben gerufen: Nikolaus on Tour. So war der Bischof von Myra mit Engeln und zum ersten Mal Knecht Ruprecht in der Innenstadt unterwegs und überraschte die Kinder. Der Freude der Kleinen konnte auch Knecht Ruprecht nichts entgegensetzen.

Von allen Seiten kamen kleine, dick eingepackte Gestalten auf ihn zu. Kein Wunder, schließlich kündigte das Bimmeln des Glöckchens schon von weitem an, dass gleich eine der Advents-Kultfiguren ihren Auftritt haben würde. Und den meisterte der Mann im Bischofsornat souverän. Hier ein Gruß, dort ein nettes Wort – der Nikolaus spielte seine Rolle sehr gut.

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Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass der Mann, der da durch die Homburger Innenstadt „tourte“, keineswegs ein Neuling war. Vielmehr war es der gleiche Nikolaus, der auch in den vergangenen Jahren bereits auf dem Homburger Nikolausmarkt die Kinder erfreute. Dass er sich überhaupt selbst auf den Weg machen musste, lag an der kurzfristigen Absage des Marktes sowie einer Idee des gastronomischen Leiters des Ohlio am Historischen Marktplatz, Marco Dante. „Wir verschenken ja immer die Homburger Nikolaustüten. Damit die Kinder wenigstens ein bisschen Spaß haben, machen wir es in diesem Jahr eben so.“

Foto: Christian Schäfer

Im Hinblick auf die Pandemie hatte das Vorgehen vor allem einen Vorteil. „Wir wollten große Menschenansammlungen angesichts der derzeitigen Situation auf jeden Fall verhindern“, erklärte Vera Backes, Pressesprecherin von Dr. Theiss Naturwaren, dem Unternehmen, das die ganze Aktion unterstützt. „Dadurch, dass der Nikolaus unterwegs ist, entzerrt sich das Ganze.“ Außerdem seien alle Beteiligten geimpft und getestet.

Verteilt wurden die Tüten schließlich von den treuen Begleitern des Nikolaus‘, vier Engeln aus der Homburger Narrenzunft, die den Kindern mit ihren Gaben ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Weniger beliebt war eine weitere Figur im Tross des Bischofs: Knecht Ruprecht. Der war zum ersten Mal mit dabei und durfte den mit Tannenzweigen geschmückten Geschenkewagen ziehen. Derart beschäftigt, fiel es ihm nicht leicht, den Kinder allzu sehr auf die Finger zu schauen. Ohnehin wäre ansonsten wohl der Nikolaus eingeschritten.

Foto: Christian Schäfer

„Schließlich ist der Nikolaus der Schutzpatron der Kinder und dementsprechend sollen sie auch keine Angst vor ihm haben“, erklärt der Bischof im HOMBURG1-Gespräch. Allgemein müsse man als Nikolaus versuchen, den Kleinen Freude zu vermitteln. „Diese in den Augen der Kinder zu sehen, macht am meisten Spaß bei dem Job.“

Dann dürfte der Nikolaus einen schönen Nachmittag gehabt haben. Denn bei seiner Tour über den Marktplatz, die Eisenbahnstraße, den Christian-Weber-Platz und wieder zurück wurden viele Kinder beschenkt. Das jedoch nicht nur mit den Homburger Nikolaustüten. Sondern auch mit etwas, das früher vielleicht nicht unbedingt zum Anforderungsprofil gehörte. Beliebt waren nämlich vor allem Bilder mit dem rotgewandeten Graubart. Der machte gerne mit und sorgte auch dadurch für ein Lächeln in diesen so bedrückenden Zeiten.

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Bilder: Christian Schäfer

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