Foto: Stephan Bonaventura
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Endlich, werden viele sagen. Pünktlich um 7:00 Uhr hat die Kaufland-Filiale in Homburg heute nach monatelanger Schließung ihren Betrieb wieder aufgenommen.

Am Morgen herrschte im Markt bereits spürbarer Betrieb. Die Einkaufswagen rollten, Gespräche mischten sich mit Durchsagen, irgendwie war alles wie immer – nur eben neu. Eine Pressebegehung führte durch die vollständig modernisierte Verkaufsfläche, die seit dem Frühjahr grundlegend erneuert wurde.

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Die Schließung im Vorfeld war bekanntlich auf hygienische Mängel zurückzuführen – nun präsentiert sich die Filiale technisch, baulich und organisatorisch in einem Zustand, der einen klaren Neustart markiert. Ein großer Teil der Investitionen, die laut der Verantwortlichen im zweistelligen Millionenbereich lagen, floss in Kühlung, Lüftung, Entwässerung, Prozessschulung oder auch die Vergrößerung der Verkaufsfläche im Erdgeschoss.

Foto: Stephan Bonaventura

Verkaufsfläche jetzt komplett ebenerdig

Wo einst Rollsteige ins Obergeschoss führten, steht heute eine geschlossene Fläche, die nun dem Verkauf zugutekommt. Die Filiale arbeitet vollständig ebenerdig, was den Kundenfluss bündelt und auch Wege verkürzt. Die Verkaufsfläche selbst umfasst nach Angaben rund 4.700 bis 4.800 Quadratmeter. Das Obergeschoss bleibt zu drei Vierteln ungenutzt, ein Viertel dient als Lagerzone – Kundenzugänge nach oben gibt es nicht mehr.

Foto: Stephan Bonaventura

Self-Checkout & K-Scan als strukturelles Element des neuen Konzepts

Direkt hinter dem Eingangsbereich setzt die Filiale sichtbar auf ein digitalisiertes Einkaufserlebnis. Über K-Scan können Kunden Waren während des Einkaufs selbst erfassen und nach Abschluss an den SB-Kassen bezahlen. Das System soll Abläufe verschlanken und Wartezeiten reduzieren. Mitarbeiter unterstützen aktiv bei der Einführung, um den Bedienprozess niedrigschwellig zu halten. Das System wurde bereits heute Morgen mit viel Nachfrage benutzt. Die Kassenzone wurde entsprechend ausgebaut. Sie umfasst nun sechs klassische Kassen und acht Selbstbedienungskassen.

Foto: Stephan Bonaventura

Viele Obst- & Gemüseartikel, Bio-Erweiterung & Sushi-Theke

Im Frischebereich listet die Filiale zum Neustart 363 Obst- und Gemüseartikel, saisonabhängig schwankend. Das Sortiment kann über modulare Bausteine erweitert werden, erklärt man uns – darunter Bio, Kräuter und Exoten, die z. B. gerade jetzt zur Weihnachtszeit gefragt sind.

Foto: Stephan Bonaventura

Neu hinzugekommen ist außerdem eine Sushi-Insel, die als vermietete Fläche extern betrieben wird und bereits zum Start gut frequentiert war. Der Backshop bietet rund 80 frische Produkte täglich an und arbeitet mit mehreren Backintervallen bis in die Abendstunden, damit auch später am Tag noch frische Ware verfügbar ist.

Markus Tauchert und Gerlando Scarpello von Kaufland – Foto: Stephan Bonaventura

Hygiene, Überwachung, Kühlung – konsequent aufgerüstet

Ein entscheidender Umbaupunkt liegt im Hygiene- und Überwachungskonzept. Wie im Rahmen der Führung erläutert wurde, verfügen die Kühlmöbel über ein doppelt geführtes Temperaturmonitoring, das rund um die Uhr aktiv ist. Bei Abweichungen erfolgt eine automatische Alarmmeldung. Zusätzlich kontrollieren Beschäftigte die Werte manuell.

Auch Lüftung, Entwässerung und Kühlkreisläufe wurden neu aufgebaut. Die Filiale wurde während der Umbauphase durch Gesundheitsamt und Lebensmittelüberwachung begleitet, parallel liefen interne und externe Schulungsprogramme, teils über sogenannte Frischetrainer.

Breite Gänge bieten viel Platz beim Einkaufen – Foto: Stephan Bonaventura

Sortiment, Preisstufen & Regionalangebote

Auch hier gibt es gute Nachrichten: Das Sortiment wurde nicht reduziert, sondern strukturell verbreitert. Regionale Produkte sind durch ein Kennzeichnungs-System sichtbar hervorgehoben. Beispiele während der Begehung zeigten u. a. Eier aus Schmelz sowie regionale Biervarianten, Wein u.v.m.

Foto: Stephan Bonaventura

Personal deutlich aufgestockt

Vor der Schließung arbeiteten rund 70 Personen im Markt – heute sind es 113. Beschäftigte konnten während der Umbauphase entweder freigestellt werden oder zeitweise in umliegenden Filialen wie Neunkirchen, St. Ingbert, Landstuhl oder Pirmasens tätig sein. Vor der Wiedereröffnung fanden Einzelgespräche, Prozessschulungen und Workshops statt. Der Neustart wurde bewusst nicht nur baulich, sondern auch personell getragen.

Foto: Stephan Bonaventura

Zurück mit neuem Elan

Kaufland Homburg kehrt zurück – baulich modernisiert, hygienisch neu aufgestellt und strukturell erweitert. Mehr Fläche im Erdgeschoss, neue digitale Einkaufsmöglichkeiten, ein vergrößertes Sortiment und ein verstärktes Team bilden den Rahmen für diesen Neustart. Die kommenden Monate werden zeigen, wie die Filiale im laufenden Betrieb performt. Fest steht: Die Voraussetzungen sind geschaffen. Der Markt wirkt deutlich anders als zuvor – und hat nun die Chance, sich im Alltag neu zu beweisen.

Mehr Bilder aus dem Kaufland in Homburg:

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