Das RC Physio Team - Bild: Stephan Bonaventura

Viel Holz, helle Farben und ein nagelneuer Aufzug – äußerlich macht RC Physio einiges her. Das neue Physiotherapiezentrum in der Zweibrücker Straße möchte aber natürlich nicht nur durch sein Design hervorstechen, sondern vor allem durch die angebotenen Leistungen. Dafür hat man sich einige Besonderheiten ausgedacht, die den Kunden die Arbeit am eigenen Körper erleichtern sollen.

Blick in einen Behandlungsraum bei RC Physio – Bild: Stephan Bonaventura

RC, das steht für den Mann hinter dem Projekt: Ron Conrad. Ein gebürtiger Homburger, für den es laut eigener Aussage nie im Zweifel stand, wieder in die Heimat zurückzukehren. Denn um das 1,5 Millionen Euro schwere Vorhaben zu verwirklichen, musste er erst eine Stelle in Frankfurt aufgeben. Dort war der ausgebildete Physiotherapeut und Osteopath zwei Jahre lang in einer großen Sport-Reha tätig, bei der er unter anderem die Profis von Eintracht Frankfurt behandelte. „Da ging es vor allem darum, Erfahrung zu sammeln“, erzählt Conrad. „Ich habe dann bereits während meiner Zeit in Frankfurt geplant, mich hier selbstständig zu machen.“

Inhaber und Namensgeber Ron Conrad – Bild: Stephan Bonaventura

Finanziell kam ihm dabei zugute, dass Physiotherapie sehr gefragt ist, was sich auch in unserer Region in wenigen verfügbaren Therapieplätzen niederschlägt. „Für die Bank war es dann kein großes Risiko das Projekt zu finanzieren und das lief dann auch recht einfach.“ Was ihn an der Physiotherapie fasziniert? „Das Zusammenspiel im Körper, zu wissen, wie alles miteinander zusammenhängt, damit man den Menschen helfen kann.“

Ob dieser Gedanke auch bei der Konstruktion des neuen, zweistöckigen Gebäudes eine Rolle gespielt hat? Wäre vielleicht zu weit hergeholt. Aber natürlich hat sich Conrad bei der Raumaufteilung etwas gedacht. So gibt es zwei Ebenen im Gebäude. Im Erdgeschoss kann man sich von den drei Physios durchkneten lassen und somit eine kurzfristige Linderung von Beschwerden erreichen. 10 Behandlungsräume stehen dafür zur Verfügung.

„Wir bieten über Massage, Elektrotherapie oder Stoßwellentherapie alles, was Physiotherapie angeht“, erklärt Conrad. Schwerpunkt seien jedoch weniger neurologische Probleme, sondern vielmehr orthopädische Beschwerden. „Ein Fokus liegt dabei auf dem Bereich Sportverletzungen“, so Conrad, der selbst auch auf Sportphysiotherapie spezialisiert ist. Ziel von RC Physio sei es, nicht nur mehr oder weniger oberflächlich zu behandeln, sondern an die Ursachen der Beschwerden heranzugehen.  „Das ist uns wichtig, dass wir auch einschätzen, wo das Problem herkommen könnte, um dem Patienten auch wirklich helfen zu können.“

Der Trainingsbereich im RC Physio – Bild: Stephan Bonaventura

Bezwingt man schließlich einige Treppenstufen, oder nimmt den Fahrstuhl, kommt man in den 250 Quadratmeter großen Trainingsbereich. Umkleidekabinen mit Dusche und WC inklusive. Das Reich von Markus Stäudel, einem ausgebildeten Sportwissenschaftler mit Schwerpunkt Leistungssport und Bewegungstherapie. Boxsack, Hantelbank und diverse andere Geräte stehen hier, die gefühlt schon allein bei ihrem Anblick die Muskeln schwellen lassen. Aber dafür ist natürlich viel Arbeit notwendig. Gerade dieser Aspekt ist Stäudel wichtig. „Natürlich kann man seine Beschwerden durch Massagen oder ähnliches kurzzeitig lindern. Doch auf lange Sicht hilft es nur, wenn man wirklich auch selbst was für seinen Körper tut.“ Ganz wichtig dabei für ihn: die engmaschige Betreuung. „Es bringt schließlich nur was, wenn man die Übungen richtig macht.“

Damit die Trainer tatsächlich individuell auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen können, sollen in diesem Bereich immer nur 6 Personen gleichzeitig trainieren. Wohl einer der großen Unterschiede zu einem herkömmlichen Fitnessstudio, wo man gerade in Stoßzeiten an den Geräten oftmals kaum zum Zug kommt, und es im Zweifel nicht nur der eigene Schweiß ist, der den Körper herunterrinnt. „Damit wir diese zahlenmäßige Begrenzung hinbekommen, ist, anders als im Fitnessstudio, eine vorherige Terminvergabe notwendig, um hier trainieren zu können“, erklärt Conrad.

Markus Stäudel ist Sportwissenschaftler und Leiter für die Sporttherapie und das Training bei RC Physio – Bild: Stephan Bonaventura

Dazu schließt man eine Mitgliedschaft ab und kann sich dann online für Termine eintragen. „Die Mitgliedschaft bezieht sich nur auf die Trainingsfläche in der zweiten Etage“, so Conrad. „Sie legt zum Beispiel fest, wie oft man kommt.“ Auch ob man ein medizinisches Training, ein Leistungssporttraining oder ein Fitnesstraining macht, kann über die Mitgliedschaft geregelt werden. Kurse sollen in Zukunft auch noch dazukommen. Doch bevor man überhaupt eine solche Mitgliedschaft abschließt, wird bei einem Ersttermin die Problemlage besprochen, ein einstündiges Training absolviert und ein Trainingsplan erstellt. „Dann spricht man erst über den Vertrag“, erläutert der Physiotherapeut das Prozedere.

Bisher laufe alles ziemlich gut, versichert Conrad. „Man merkt, dass sich das Ganze herumspricht. Es rufen immer mehr Leute an und es buchen auch mehr online.“ Und der Jung-Unternehmer geht angesichts der gesamtgesellschaftlichen Situation davon aus, dass sich das so fortsetzen wird. „Die Leute haben oft einfach keine Zeit, sich um ihren Körper zu kümmern.“ Die Folge sei, dass die Physiotherapiepraxen voll sind. Ob das auch auf RC-Physio zutreffen wird, muss sich noch zeigen. Ein perfekter Anfang ist jedenfalls gemacht.

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Bilder (c) SB

 

 

 

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