Kurz vor dem Ende der Transferperiode hat sich Regionalligist FC Homburg noch einmal verstärkt. Vom Karlsruher SC II wechselt der 22-jährige offensive Außenbahnspieler Robert Geller zum Tabellensechsten der Regionalliga Südwest. Beim FCH unterschrieb Geller einen Vertrag bis Juni 2027.
Geller durchlief beim Karlsruher SC sämtliche Jugendmannschaften bis zur U19, für die er 27 Spiele in der U19-Bundesliga absolvierte. Im Winter 2023 sammelte er erste Eindrücke im Profibereich, als er mit der ersten Mannschaft des KSC ins Trainingslager reiste. Da der Karlsruher SC in der Saison 2023/24 keine zweite Mannschaft stellte, wechselte Geller zum VfB Stuttgart II in die Regionalliga Südwest, kam dort jedoch lediglich zu zwei Einsätzen. Auch aus diesem Grund kehrte er zur Saison 2024/25 zu seinem Heimatverein nach Karlsruhe zurück, wo inzwischen wieder eine U23 gemeldet worden war. In der laufenden Spielzeit absolvierte Geller als Stammspieler 25 Partien und trug mit neun Toren und fünf Vorlagen maßgeblich zur Meisterschaft und zum Aufstieg des KSC II in die Oberliga Baden-Württemberg bei.
FCH-Trainer Roland Seitz zeigt sich vom Neuzugang überzeugt: „Er kommt mit einer sehr guten Ausbildung beim KSC zu uns und möchte bei uns seinen nächsten Entwicklungsschritt im Aktivenbereich machen. Wir erhoffen uns von ihm Impulse über die linke Außenbahn und gefährliche Vorlagen für unser Offensivspiel.“ Vor der Abreise ins zehntägige Trainingslager nach Lara in der Türkei absolvierte der FC Homburg am Samstag in Daxlanden bei Karlsruhe ein weiteres Vorbereitungsspiel. Gegner auf einem schwer bespielbaren Rasenplatz war Ligakonkurrent SC Freiburg II. Roland Seitz zeigte sich mit den ersten 30 Minuten seiner Mannschaft zufrieden, in denen Neuzugang Geller zunächst noch auf der Bank Platz nahm.

Bereits nach sieben Minuten gingen die Grün-Weißen durch Markus Mendler nach Vorlage von Armend Qenaj in Führung. Vier Minuten später bot sich die Chance zum 2:0, doch der lange verletzte Hilal El-Helwe köpfte aus kurzer Distanz an den Pfosten. Vom Tabellen-14. aus Freiburg war zunächst wenig zu sehen, ehe Leon Catak in der 30. Minute überraschend den Ausgleich erzielte. Die Breisgauer kamen nun besser ins Spiel und gingen noch vor der Pause durch Catak (41.) mit 2:1 in Führung.
Kurz nach Wiederbeginn musste der FC Homburg sogar das 1:3 hinnehmen. Nach einer Rückgabe von Simon Joachims sprang der Ball auf dem holprigen Rasen unglücklich ins eigene Tor (49.). Freiburg hätte in der Folge weiter erhöhen können, ehe der FCH in der Schlussphase noch einmal zu nennenswerten Offensivaktionen kam. Mit mehreren Wechseln, darunter auch Robert Geller, versuchten die Homburger noch einmal Druck zu erzeugen. Zunächst scheiterte Silas Rau am Freiburger Torhüter Jaaso Jantunen (88.), ehe Oliver Kovacic kurz darauf den Treffer zum 2:3-Endstand erzielte. Insgesamt sahen die Zuschauer eine eher mäßige Partie. Trainer Roland Seitz ordnete die Begegnung ein: „Vor dem Ausgleich hätten wir 2:0 führen müssen. Das Eigentor war platzbedingt. Nach dem 1:3 haben wir es dann wieder besser gemacht.“
Nicht mehr im Kader stand in Daxlanden Stürmer Ken Mata. Der 22-Jährige war im Sommer vom FSV Mainz 05 II nach Homburg gewechselt, konnte sich beim FCH jedoch nicht nachhaltig durchsetzen. In 18 Pflichtspielen erzielte Mata fünf Treffer, davon zwei in der Regionalliga. Aus privaten Gründen wurde der Vertrag nun aufgelöst. „Wir sind seinem Wunsch nachgekommen, den Vertrag zu beenden“, erklärte Roland Seitz. Möglich sei, dass der FC Homburg bis zum Transferschluss noch einen weiteren Spieler verpflichtet, der dann ins Trainingslager nachreisen könnte. Dort stehen Testspiele gegen SK Rapid Wien II (Dienstag, 13 Uhr) und den SV Meppen (Samstag, 13 Uhr) an.
Transfer: Kaan İnanoğlu verstärkt den FC Homburg
Der FC 08 Homburg hat kurz vor dem Ende der Transferperiode nochmals auf dem Transfermarkt reagiert und sich die Dienste von Stürmer Kaan İnanoğlu gesichert. Der 20-Jährige wechselt auf Leihbasis von der U21 von Eintracht Frankfurt nach Homburg und soll die Offensive der Grün-Weißen in der Rückrunde verstärken.
İnanoğlu wurde in Dallas (USA) geboren und begann seine fußballerische Ausbildung bei den Dallas Texans. Im März 2021 wechselte er nach Deutschland an das Deutsche Fußball Internat Bad Aibling, ehe er über die Boston Bolts im Sommer 2023 zur U19 des MSV Duisburg kam. Dort machte der Angreifer mit 13 Treffern in 15 Spielen in der U19-Bundesliga West auf sich aufmerksam und feierte im Januar 2024 mit nur 18 Jahren sein Debüt in der 3. Liga. Insgesamt kam er für den MSV Duisburg auf sechs Einsätze in der dritten Liga.

Foto: FC 08 Homburg
Zur Saison 2024/25 schloss sich der ehemalige türkische U19-Nationalspieler (sieben Einsätze, ein Tor) der U21 von Eintracht Frankfurt in der Regionalliga Südwest an. Dort entwickelte sich İnanoğlu sofort zum Stammspieler und erzielte in 33 Einsätzen 14 Tore sowie drei Vorlagen. Auch nach dem Abstieg der Eintracht-Reserve in die Oberliga blieb er Leistungsträger und kam dort in 13 Spielen auf sieben Tore und eine Vorlage. Parallel trainierte er regelmäßig mit den Profis von Eintracht Frankfurt. İnanoğlu ist bereits gemeinsam mit der Mannschaft ins Trainingslager gereist. Derzeit wird noch die erforderliche Arbeitsgenehmigung beantragt. Sobald diese erteilt ist, steht der Angreifer dem FC 08 Homburg auch spielberechtigt zur Verfügung.
Cheftrainer und sportlicher Leiter Roland Seitz sagte zum Neuzugang:
„Kaan hat in der vergangenen Saison in der Regionalliga Südwest trotz seines jungen Alters seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Bei Eintracht Frankfurt genießt er eine sehr gute Ausbildung. Wir freuen uns, dass er uns in der Rückrunde verstärken wird.“ Auch İnanoğlu selbst blickt optimistisch auf die Aufgabe:
„Ich freue mich sehr, beim FC 08 Homburg zu sein. Der erste Kontakt mit der Mannschaft auf dem Weg ins Trainingslager war sehr positiv. Ich möchte das Team mit viel Motivation und hoffentlich mit Toren unterstützen.“




















