Symbolbild

Das Interesse daran, im Saarland künftig als Landarzt zu arbeiten und dafür im Vorfeld über die so genannte Landarztquote einen Studienplatz in Humanmedizin zu bekommen, ist unvermindert groß: Bei der dritten Auflage des Bewerbungsverfahrens haben insgesamt 110 – und damit so viele wie noch nie – junge Frauen (70) und Männer (40) ihre Unterlagen form- und fristgerecht schriftlich beim Landesamt für Soziales eingereicht. Online hatten sich insgesamt 155 Bewerber gemeldet – auch dies ist eine neue Bestmarke.

Dieses Interesse und die im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal angestiegene Bewerberzahl freut insbesondere die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann. Sie betont: „In bin sehr froh darüber, dass wir in diesem Jahr noch mehr Bewerbungen verzeichnen konnten. Das zeigt, dass die Landarztquote inzwischen durchgehend Anklang findet. Die positive Resonanz der zwischen 1. und 31. März gelaufenen Bewerbungsphase zeigt, dass viele junge Menschen an einer Tätigkeit als Landarzt im Saarland interessiert sind.“

Aber nicht nur von Saarländern, die 40 für den weiteren Prozess zu berücksichtigende Bewerbungen abgegeben haben, wurde das Angebot gut angenommen, sondern auch über die Landesgrenze hinweg: 70 der Bewerber, die im weiteren Verfahren bleiben, kommen aus 13 anderen Bundesländern – davon die meisten aus Baden-Württemberg (19) und Nordrhein-Westfalen (13). Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren nach Ende der Bewerbungsfrist 138 Bewerbungen online und davon wiederum 109 in Papierform eingegangen (35 Männer und 74 Frauen). Damals kamen 37 aus dem Saarland, der Rest aus elf weiteren Bundesländern und eine Bewerberin aus Frankreich.

„Landärzte bilden die Basis unserer ambulanten medizinischen Versorgung der Bevölkerung in den ländlichen Regionen. Sie sind ein wesentlicher Garant dafür, dass wir in unserem Land eine qualitativ gute medizinische Versorgung in der Fläche aufrecht halten können“, erklärt Bachmann weiter. Es sei das klare Ziel der Landesregierung, die medizinische Versorgung dauerhaft wohnortnah und auf hohem Niveau sicherzustellen. Entsprechend gilt es langfristig mit Hilfe der Landarztquote als einen Baustein in der Sicherstellung der medizinischen Versorgung der saarländischen Bevölkerung auf dem Land, den altersbedingten Praxisschließungen entgegenzuhalten. Derzeit geht das LAS davon aus, dass 21 Plätze zur Verfügung stehen werden.

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