Anzeige

Die Förderschule am Webersberg in Homburg steht vor einer wichtigen Neuerung: Erstmals soll dort eine strukturierte Nachmittagsbetreuung eingerichtet werden – als Modellprojekt in Kooperation zwischen dem Saarpfalz-Kreis, dem Ministerium für Bildung und Kultur (MBK) sowie dem CJD Homburg als künftigem Maßnahmeträger. Die Vereinbarung wurde vom Kreistag am 2. Juli 2025 einstimmig beschlossen, die Umsetzung ist nun auf den Weg gebracht.

Die neue Betreuungsform soll nach § 9 Abs. 6 des Saarländischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetzes (SBEBG) als Pilotprojekt realisiert werden. Ziel ist ein verlässliches Angebot am Nachmittag für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf – eine langjährige Forderung vieler Eltern. Als geplanter Starttermin wurde der 1. Oktober genannt, spätestens soll das Angebot nach den Herbstferien anlaufen. Aktuell befinden sich die Projektpartner in den letzten Abstimmungen.

Anzeige

Landrat Frank John begrüßt das Vorhaben ausdrücklich: „Die ausgearbeitete Lösung für die Förderschule am Webersberg unter Mitwirkung des Saarpfalz-Kreises ist für die Eltern, die Kinder und Jugendlichen ein wichtiger Schritt. Sie geht mit enormen Erleichterungen im Tagesablauf für die Familien einher, indem sie eine umfassende Förderung und Betreuung über den Unterricht hinaus in strukturierter Umgebung bietet.“

Auch Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot betont die Bedeutung des Projekts: „Mit diesem Projekt schaffen wir nicht nur Entlastung für Familien, sondern gestalten auch ein inklusives und gerechtes Bildungsangebot für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Denn Bildung endet nicht mit dem Unterricht – sie braucht Zeit, Raum und individuelle Förderung.“ Die Zusammenarbeit zwischen Kreis, Land und Träger sei ein gutes Beispiel für gelungene Kooperation.

Hintergrund: Die Schule am Webersberg

Die Förderschule am Webersberg betreut Kinder und Jugendliche mit körperlichen und motorischen Einschränkungen. Sie verfügt über ein spezialisiertes Team und eine entsprechend ausgestattete Lernumgebung. Aktuell besuchen 162 Schülerinnen und Schüler die Einrichtung, davon 68 aus dem Saarpfalz-Kreis (42 %), 71 aus dem Landkreis Neunkirchen (44 %), 10 aus dem Regionalverband Saarbrücken (6 %) und 13 aus dem Landkreis St. Wendel (8 %).

Mit der geplanten Nachmittagsbetreuung soll nicht nur die pädagogische Arbeit erweitert werden, sondern auch die Vereinbarkeit von Familie und Alltag erleichtert werden. Das Modellprojekt soll perspektivisch als Vorlage für weitere Förderschulen im Saarland dienen – sofern es sich im Praxisbetrieb bewährt.

Anzeige
Anzeige