Nach sieben ungeschlagenen Spielen in Folge hat der FC 08 Homburg zuletzt in Trier erstmals wieder verloren. Am Sonntag (14 Uhr) will die Mannschaft von Trainer Roland Seitz bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz die passende Antwort geben – und den Anschluss an die obere Tabellenhälfte der Regionalliga Südwest halten.
Die Niederlage beim 0:2 in Trier war ärgerlich, aber kein Rückfall. Die Grün-Weißen machten vieles ordentlich, ließen jedoch im letzten Drittel die nötige Präzision vermissen. „Wir haben das Spiel analysiert, aber haben jetzt keinen Grund, alles infrage zu stellen“, sagte Trainer Roland Seitz auf der Pressekonferenz. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber im entscheidenden Moment den letzten Pass nicht sauber gespielt. Wenn wir das wieder besser hinbekommen, bin ich überzeugt, dass wir mit einem Auswärtssieg nach Hause fahren können.“
Auch Frederik Baum blickte im Gespräch zuversichtlich auf das Duell: „Wir erwarten ein ekliges Spiel, ähnlich intensiv wie in Trier. Aber wenn wir unser Spiel durchziehen, bin ich positiv, dass wir drei Punkte mitnehmen.“ Der 24-Jährige sprach damit aus, was die Stimmung in der Mannschaft prägt – eine gesunde Mischung aus Selbstvertrauen und Wachsamkeit.
Die Gastgeber aus Fulda gehören mit 14 Punkten zu den gefährdeten Teams der Liga, sind aber vor allem zu Hause unbequem zu bespielen. Nur eine Niederlage aus sechs Heimspielen, fünf Unentschieden – die Barockstädter gelten als kompakt, erfahren und schwer zu knacken. „Fulda hat eine eingespielte Mannschaft, viele Jungs, die seit Jahren dort spielen“, so Seitz. „Sie sind ein bisschen wie wir zu Beginn der Saison: viele Remis, oft knapp dran, aber für beide Seiten bringt das jetzt nichts mehr. Es wird ein Spiel, das man auch annehmen muss – eklig, laufintensiv, umkämpft.“
Positiv: personell entspannt sich die Lage beim FCH. Nils Röseler steht nach Knieverletzung erstmals wieder im Kader, auch Miguel Gonçalves und Steffen Nkansah sind zurück. Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Hilal El-Helwe und Michael Heilig sowie Tim Littmann und Lukas Hoffmann. Damit verfügt Seitz wieder über mehr Optionen in der Defensive – und kann auch bei Standards und Aufbauspiel wieder variabler reagieren.
Nach der verdienten Niederlage von Trier will Homburg in Fulda wieder zeigen, dass die Mannschaft gefestigt ist. Die gute Phase zuvor mit drei Siegen aus vier Spielen hat bewiesen, dass die Richtung stimmt. Für den FCH ist das Spiel an der Rhön auch eine Charakterprobe: Wie reagiert das Team auf einen Rückschlag, nachdem man sich zuletzt Stück für Stück stabilisiert hatte? „Wir haben in Trier kein schlechtes Spiel gemacht, aber eben auch nicht das perfekte“, fasste Seitz zusammen. „Fulda wird uns wieder alles abverlangen. Aber wenn wir das umsetzen, was uns stark macht, fahren wir nicht mit leeren Händen nach Hause.“
Anstoß im Stadion der Stadt Fulda ist am Sonntag um 14 Uhr. Schiedsrichter der Partie ist Niklas Diehm. Über 100 Homburger Fans haben sich bereits angekündigt – und die Mannschaft wird ihre Unterstützung brauchen, um nach der ersten Niederlage seit Ende August wieder in die Spur zu finden.



















