Vorsitzender Museums-Förderverein Josef Wack, Tanja Meiser vom Ronald McDonald Haus, der ehemalige Vorsitzende des Fördervereins Kurt Speicher, der stellvertretende Landesinnungsmeister Metall Dieter Knerr und Ina Ruffing, zweite Vorsitzende der Elterninitiative krebskranker Kinder (v.l.n.r.). - Bild: Bill Titze

2019 schloss das Schmiede- und Schlossermuseum in Schwalbach für immer seine Pforten. Ein eher trauriges Ereignis, dem man jedoch zumindest etwas Positives abgewinnen kann. Denn das übriggebliebene Geld kommt nun zwei Homburger Einrichtungen zugute, die sich um krebskranke Kinder und ihre Familien kümmern.

Eine gewisse Wehmut ist schon zu spüren, wenn Josef Wack und Dieter Knerr über das 2019 geschlossene Schmiede- und Schlossermuseum erzählen. Wack, Vorsitzender des Museums-Fördervereins und Knerr, stellvertretender Landesinnungsmeister, haben sich jahrelang um die Sammlung gekümmert. „In der Ausstellung gab es Maschinen, die man heute gar nicht mehr findet“, sagt Knerr. „Da waren schon tolle Sachen dabei, wie zum Beispiel eine Drehbank aus dem Jahr 1820.“

Und auch das Gebäude selbst war als Gebläsehalle der ehemaligen örtlichen Grube in gewissem Maße historisch. Allein, der Zuspruch ließ doch deutlich zu wünschen übrig, wie Wack einräumt. „An guten Tagen kamen vielleicht 15 Leute. Auch deswegen haben wir uns entschieden, das Museum zu schließen, als bauliche Veränderungen auf dem Gelände geplant waren, die im Zusammenhang mit der dort ansässigen Schule standen.“ Doch was tun mit den zahlreichen Ausstellungsstücken? Einige waren Leihgaben , die zurück zu ihren eigentlichen Besitzern gingen. „Andere haben wir größeren Museen angeboten, die jedoch kaum Verwendung dafür hatten“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins. So wurden viele historische Gegenstände verschrottet.

So weit, so unschön. Doch der Verein hatte eine Idee, wie man aus der Situation noch etwas Gutes machen könnte. Denn mit der Schließung des Museums blieben auch Spendengelder übrig, die sich zusammen mit den Einnahmen aus der Verschrottung auf rund 11.000 Euro belaufen. „Wir haben uns dann als Verein dazu entschlossen, dieses Geld zu spenden“, so Wack. Schon länger habe der Kontakt mit der Homburger Krebsinitiative krebskranker Kinder bestanden. Und so musste man nicht lange überlegen, um das Geld der Krebsinitiative und dem Ronald McDonald Haus in Homburg zu überlassen.

Dabei erhält das Ronald McDonald Haus, wo Familien von krebskranken Kindern während der Behandlung kostenfrei unterkommen können, 8.000 Euro. „Wir werden diese Mittel für die Unterbringung der Familien einsetzen“, erklärt Tanja Meiser. Demgegenüber fließen die restlichen 3.000 Euro in das Nachsorgeprojekt der Krebsinitiative. „Es ist wichtig, dass sich die jungen Menschen nach ihrer Genesung über ihre Erfahrungen austauschen. Dafür werden im Jahr mehrere Ausflüge geplant“, schildert die zweite Vorsitzende, Ina Ruffing, wie das Geld bei der Krebsinitiative verwendet wird. „Es war uns einfach wichtig, Kinder, die solch eine schwere Krankheit haben, zu unterstützen und ihnen Dinge zu ermöglichen, die vielleicht sonst nicht möglich wären“, sagt Knerr. So wurde aus Wehmut zumindest ein kleiner Mutmacher für Kinder und Familien, die von der schweren Diagnose Krebs getroffen sind.

 

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