Wie sieht die grenzüberschreitende Mobilität der Zukunft aus? Dieser Frage widmet sich das grenzüberschreitende Projekt TERMINAL unter Beteiligung des saarländischen Verkehrsministeriums. Es ist das erste Projekt in Europa, das eine grenzüberschreitende Buslinie mit einem automatisierten elektrischen Minibus unter realen Verkehrsbedingungen erproben soll. Zudem wird auf einer zweiten Strecke zwischen Luxemburg und Frankreich der Einsatz nachfragegesteuerter Mobilitätskonzepte (Mobility on Demand) erforscht.

Ziel ist es, den grenzüberschreitenden Pendlerverkehr mithilfe von selbstfahrenden Fahrzeugen durch öffentliche Mobilitätsangebote zu optimieren. Eine entscheidende Rolle spielen dabei neben der verlässlichen Technik vor allem die Akzeptanz der möglichen Nutzerinnen und Nutzer gegenüber dieser Mobilitätsform der Zukunft sowie die daraus resultierende Nachfrage.

Eine Umfrage soll daher Aufschluss über individuelle Interessen, Bedürfnisse, aber auch Bedenken zur Nutzung von automatisierten Verkehrsmitteln geben. Sie richtet sich an die Bürgerinnen und Bürger der Großregion, die täglich innerhalb oder auch über die Grenzen hinweg im Saarland, Luxemburg und Frankreich unterwegs sind.

Verkehrsministerin Anke Rehlinger lädt dazu ein, sich an der Umfrage zu beteiligen und so dabei zu helfen, das Projekt möglichst nah an den Bedürfnissen potenzieller Nutzerinnen und Nutzer ausrichten zu können. „Gerade unsere Großregion ist von einem hohen Verkehrsaufkommen geprägt. Projekte wie Terminal können eine wertvolle Ergänzung zum vorhandenen Angebot im grenzüberschreitenden Verkehr werden. Damit das gelingen kann, brauchen wir verlässliche Aussagen über das bisherige Mobilitätsverhalten der Menschen in der Großregion und darüber, welche Ansprüche sie an ein autonomes, grenzüberschreitendes Verkehrsangebot haben. Ich hoffe, dass uns möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in der Region an ihrer Meinung teilhaben lassen.  Können sie sich vorstellen, mit einem selbstfahrenden Bus zur Arbeit zu gelangen oder ist das für sie noch weit entfernte Zukunftsmusik?“

Die Umfrage erfolgt anonym über eine Webmaske. Erfragt wird das individuelle Mobilitätsverhalten in Abhängigkeit zu Wohnort und Berufssituation wie etwa Grenzgängertätigkeit oder Arbeit im Schichtdienst: www.terminal-interreg.eu

Das Projekt TERMINAL (auTomated ElectRic Minibus INterregionAL) setzt sich aus einem sechsköpfigen Projektteam und einem umfangreichen Netzwerk privater wie öffentlicher Akteure aus dem Verkehrsbereich der gesamten Großregion zusammen. Es ist eines der Pilotprojekte im Rahmen des deutsch-französisch-luxemburgischen Testfelds für automatisiertes und vernetztes Fahren, in dem innovative Verkehrslösungen grenzüberschreitend getestet und damit wichtige verkehrs- und wirtschaftsrelevante Akzente für die Entwicklung des Saarlandes und der gesamten Großregion gesetzt werden können.

Unter der Leitung der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes wird das Projekt von 2019 bis 2021 umgesetzt. Möglich machen es die Förderungen durch die Europäische Union im Rahmen des europäischen Förderprogramms Interreg VA Großregion (rund 1,84 Mio. Euro aus dem EFRE) sowie durch das saarländische Verkehrsministerium (rund 483.000 Euro). Weitere Informationen unter www.terminal-interreg.eu

 

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