Symbolbild
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Rund 20 Millionen Messpunkte, erfasst von mehr als 60.000 zusätzlichen Nutzerinnen und Nutzern: Die zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche hat der Bundesnetzagentur eine gewaltige Datenmenge beschert. Zwischen dem 24. Juni und dem 1. Juli 2026 griffen die Menschen im ganzen Land zum Smartphone, um die Qualität ihrer Netzverbindung zu dokumentieren. Zum Vergleich: In einer gewöhnlichen Woche fallen normalerweise nur etwa zwei Millionen solcher Messungen an.

Die Aktion geht auf eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen zurück. Und die Bilanz fällt aus Sicht der Behörde erfreulich aus. „Die Ergebnisse der Messwoche zeigen einen sehr hohen Anteil an Flächen mit breitbandigen Technologien. Insbesondere der Ausbau der 5G-Netze ist weiter vorangekommen“, erklärt Dr. Daniela Brönstrup, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur.

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Deutlich wird der Fortschritt vor allem beim Blick auf die verwendeten Technologien. Etwa 98 Prozent aller Messpunkte entfielen auf 4G und 5G. Während beide Standards im Vorjahr noch etwa gleichauf lagen, kletterte der Anteil der 5G-Messungen in diesem Jahr auf annähernd 70 Prozent. Der veraltete 2G-Standard spielt kaum noch eine Rolle und rutschte auf unter ein Prozent – ein Rückgang um 1,24 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Bei weniger als einem Prozent der Messungen war überhaupt kein Netz vorhanden.

Doch gerade diese Funklöcher bleiben im Fokus. „Besonderes Augenmerk werden wir aber auch weiterhin auf die Orte legen, an denen noch keine gute Datenverbindung verfügbar ist“, betont Brönstrup. „Auch hier soll möglichst bald schneller Mobilfunk genutzt werden können.“ Die meisten Messpunkte stammen erwartungsgemäß aus Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, gefolgt von Bayern und Niedersachsen. Regionale Auswertungen bis hinunter auf die Ebene einzelner Landkreise will die Behörde Ende Juli veröffentlichen.

Möglich wird die Datensammlung über die App Mobilfunk-Check der Bundesnetzagentur. Der integrierte Netzcheck registriert, welche Versorgung – von „kein Netz“ über 2G bis hin zu 5G – auf dem jeweiligen Gerät gerade verfügbar ist, und übermittelt diese Information an die Breitbandmessung. Alle Werte fließen in eine interaktive Karte ein, die sich regional filtern lässt und wöchentlich aktualisiert wird. Die Ergebnisse der jüngsten Messwoche sind dort bereits einsehbar.

Für die Behörde sind die Zahlen mehr als eine Momentaufnahme. Sie dienen dazu, die Angaben der Mobilfunkanbieter im Rahmen des Monitorings zu überprüfen und bilden die Grundlage für Gespräche mit den Netzbetreibern. Auch Länder und Kommunen profitieren: Fallen in der Karte auffällige Werte auf, können sie in den betroffenen Gebieten gezielt eigene Messfahrten in Auftrag geben. So wird aus der Beteiligung vieler Einzelner ein Werkzeug, das den Ausbau dort vorantreiben soll, wo er am dringendsten gebraucht wird.

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