Der Regen kam pünktlich. Als hätte er einen eigenen Platz auf der Gästeliste gehabt, prasselte er mit aller Kraft auf den Hof des Römermuseums in Schwarzenacker – ausgerechnet zum Start jenes Abends, an dem Homburg seinen stillen Helfern „Danke“ sagen wollte. Erst als Tische und Stühle notdürftig getrocknet waren und die durchnässten Gäste unter bunten Schirmen zusammenrückten, konnte Bürgermeister Manfred Rippel die Veranstaltung eröffnen. Trotz des ungemütlichen Auftakts entwickelte sich der Empfang zu einem warmherzigen Abend für mehr als 40 engagierte Homburgerinnen und Homburger.
„Sie sehen nicht nur zu, sondern packen mit an“, betonte Rippel in seiner Rede und lobte die Grünpaten und Aufsichtspersonen, die sich ehrenamtlich für das Stadtbild und das kulturelle Leben einsetzen. Stellvertretend für Oberbürgermeister Michael Forster übernahm der Bürgermeister die Ehrung der rund 65 aktiven Grünpaten sowie der neun Galerieaufsichtspersonen im Saalbau. Auch eine Person, die sich um die Pflege lokaler Wanderwege kümmert, wurde dabei ausdrücklich gewürdigt. Als Zeichen der Anerkennung überreichte die Stadt jedem Ehrenamtlichen eine Urkunde und ein kleines Präsent – eine symbolische Geste mit großer Bedeutung.
Die Grünpatenschaften in Homburg sind vielfältig. Neben Privatpersonen kümmern sich auch Unternehmen, Geschäfte und Vereine um Beete, Baumscheiben oder Brunnen im Stadtgebiet. Selbst große Namen wie Michelin sind unter den Paten vertreten. Die Stadtwerke pflegen beispielsweise den Brunnen in der Talstraße – ein Beispiel für das Zusammenspiel zwischen Kommune und Bürgerschaft, das vielerorts sichtbare Spuren hinterlässt.

Die Initiative geht zurück auf das Jahr 1995, als sie unter dem damaligen Oberbürgermeister Reiner Ulmcke ins Leben gerufen wurde. Seither hat sich das Modell bewährt und stetig weiterentwickelt. Vor einigen Jahren wurde es sogar erweitert – seither zählen auch die freiwilligen Aufsichtspersonen in der städtischen Galerie im Saalbau offiziell zum Kreis der Geehrten.
Ein offenes Ohr für Anregungen
Im Anschluss an die offizielle Würdigung blieb Zeit für persönliche Gespräche – sowohl unter den Ehrenamtlichen als auch mit dem Bürgermeister. Bei einem gemeinsamen Abendessen nutzten viele Gäste die Gelegenheit, um über Herausforderungen in ihren Grünflächen oder auf öffentlichen Grundstücken zu sprechen und Vorschläge für Verbesserungen einzubringen.
Stadt als Vorbild
Auch die Stadt selbst will mit gutem Beispiel vorangehen. Rippel verwies auf neue Projekte, die auf Initiative des Stadtmarketings angestoßen wurden. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Verschönerung der Innenstadt. Ein aktuelles Vorhaben: Die Umgestaltung der früheren Wasserbecken „Am Forum“ sowie die geplante Begrünung des Ilmenauer Platzes – ein deutliches Zeichen dafür, dass nicht nur das Ehrenamt, sondern auch die Stadtverwaltung selbst Verantwortung für das grüne Erscheinungsbild übernimmt.






















