Foto: Gerontopsychiatrischen Netzwerk Saarpfalz-Kreis

Unter dem Motto „Demenz – Mensch sein und Mensch bleiben“ fand am Freitag, 19. September, auf dem Christian-Weber-Platz der diesjährige „Memory Walk“ statt. Der Infotag in der Woche der Demenz bot zahlreiche Informationen, Aktionen und Begegnungen rund um das Thema – und machte deutlich, wie wichtig Aufklärung, Verständnis und konkrete Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige sind.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Gerontopsychiatrischen Netzwerk mit Schwerpunkt Demenz im Saarpfalz-Kreis unter Federführung der Psychosozialen Projekte Saarpfalz (PSP) in Kooperation mit der Landesfachstelle Demenz Saarland. Beigeordneter Philipp Scheidweiler besuchte die Infostände gemeinsam mit Landrat Frank John und Anette Weidler, Leiterin des Amts für Jugend, Senioren, Soziales und Integration. Sie tauschten sich mit PSP-Geschäftsführer Horst Schneider sowie Andreas Sauder, Leiter der Landesfachstelle Demenz, aus und lobten das große Engagement des Netzwerks, das in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist.

Rund ein Dutzend Partner des Netzwerkes war mit eigenen Ständen vertreten, um Fragen zu beantworten und Unterstützungsangebote vorzustellen. Dazu gehörten unter anderem der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes, das Haus am Schlossberg, die CJD Qualifizierung, Betreuung und Beschäftigung gGmbH sowie der Ökumenisch ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst. Besucherinnen und Besucher konnten an Mitmachaktionen teilnehmen, etwa an einem Riech-Quiz, einem Glücksrad mit kleinen Gewinnen oder beim Anlegen eines Alterssimulationsanzugs, der die Herausforderungen des Alltags im höheren Alter erlebbar machte.

Foto: Gerontopsychiatrischen Netzwerk Saarpfalz-Kreis

Auch für Unterhaltung war gesorgt. Eine Ukulele-Gruppe aus Erbach, ein Stadtführer mit Einblicken in die Geschichte Homburgs und Künstler Tommy Leidinger, der das Publikum zum Erinnern und Mitsingen einlud, sorgten für Abwechslung. Besonders beliebt waren die Therapiebegleithunde der Organisation „Herz und Pfote“, die gezeigt haben, wie Tiere in der Betreuung Brücken schlagen können. Neue Museumskoffer zum Thema „60 Jahre“ und „Fußball“ ergänzten das Programm.

Bei bestem Wetter nutzten viele Passanten, Angehörige und auch Betroffene die Gelegenheit, sich zu informieren oder einfach mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen. Der Memory Walk machte deutlich, dass der Austausch über Demenz kein Tabuthema sein darf, sondern offen und auf Augenhöhe geführt werden muss.

Am Ende stand die Gewissheit: Der Memory Walk war ein voller Erfolg. Mit einer Mischung aus Information, Mitmachangeboten und kulturellen Beiträgen gelang es, Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und Hemmschwellen abzubauen. Für das Gerontopsychiatrische Netzwerk ist der Infotag ein wichtiger Beitrag, um das Verständnis in der Gesellschaft weiter zu fördern – und ein Signal, dass die Reihe auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden sollte.