Symbolbild Quelle: www.dielinkesaar.de

Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag schlägt neue Modellprojekte vor, um Bus- und Bahnfahren im Saarland wieder attraktiver zu machen. So sollten ticketfreie Samstage im ÖPNV ebenso erprobt und schrittweise ausgebaut werden, wie die Einführung eines 365-Euro-Tickets und kostenlose Schülerverkehre.

Einen entsprechenden Antrag wird die Linksfraktion am Mittwoch in den Landtag einbringen. Der verkehrspolitische Sprecher Jochen Flackus dazu: „Der neue Verkehrsentwicklungsplan enthält sinnvolle Projekte wie etwa das geplante S-Bahn-Konzept, die Reaktivierung von Bahnstrecken und den Ausbau des Saarbahn-Netzes. Aber die grundsätzlichen Probleme des ÖPNV bleiben bestehen: die komplizierte Struktur mit zig verschiedenen Verantwortlichen, die teuren Ticketpreise und die schlechte Anbindung gerade im ländlichen Raum, die dafür sorgen, dass das Saarland bei der Nutzung von Bus und Bahn im Ländervergleich ganz hinten liegt.“

Die von der Landesregierung geplante Tarifreform sehe, laut Flackus, für viele Nutzer keine Verbesserungen vor, mache den öffentlichen Nahverkehr im Saarland nicht grundlegend preiswerter und attraktiver und sei wenig innovativ. Statt das komplizierte Wabensystem, das für die teuren Preise auch für kürzere Strecken verantwortlich sei, komplett zu streichen, solle es nur in den Hintergrund geschoben werden, aber weiter wirksam bleiben.

„Das ist zu wenig. In unserem Nachbarland Rheinland-Pfalz plant die Regierung ein 365-Euro-Jahresticket für junge Menschen, beim Nachbarn Luxemburg ist der ÖPNV komplett kostenlos, nachdem vorher jahrelang samstags keine Tickets gelöst wurden. Und in Berlin gibt es für alle Schülerinnen und Schüler ein kostenloses Schülerticket. Auch das Saarland muss sich endlich wieder mehr trauen“, fordert Flackus.

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