Symbolbild Quelle: www.dielinkesaar.de

Erneute Schulschließungen nach den Sommerferien müssten „unbedingt“ verhindert werden, fordert der Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Oskar Lafontaine.

„Sogenannter Wechsel-Unterricht oder Online-Schule bedeuten vor allem für Kinder aus ärmeren Familien gar kein Unterricht und weitere Lernrückstände. Denn ihnen fehlen zuhause oft technische Infrastruktur wie schnelles Internet mit ausreichend freiem Datenvolumen, Rückzugsmöglichkeiten zum ungestörten Lernen und fachliche Unterstützung“, so Lafontaine.

Studien hätten belegt, dass die Schüler während der Schulschließungen im Frühjahr vergangenen Jahres kaum etwas gelernt hätten, nämlich gerade einmal so viel wie sonst während der Sommerferien, und dass sich die Schere zwischen Arm und Reich dabei noch weiter geöffnet habe. „Dafür, dass asymptomatisch infizierte Kinder angeblich häufig die Viren unerkannt übertragen würden, gibt es auch nach Angaben von Prof. René Gottschalk, dem Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes ‚keine Daten, die diese Befürchtungen jemals belastbar bestätigt haben‘“, sagt Lafontaine. Jeder Tag, an dem eine Schule wieder geschlossen wird und Unterricht ausfällt, sei daher vor allem für die ohnehin benachteiligten Kinder aus einkommensschwachen Familien ein „Schlag ins Gesicht“.

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