Ehrenamtliche Vereinsarbeit soll in St. Ingbert künftig mit weniger bürokratischem Ballast verbunden sein. Die Stadt hat eine neue Veranstalterhaftpflichtversicherung für gemeinnützige Vereine auf den Weg gebracht – und übernimmt die Kosten dafür komplett selbst. Vorgestellt wurde das Angebot bei einer digitalen Vereinskonferenz am 16. März, zu der Oberbürgermeister Prof. Dr. Ulli Meyer eingeladen hatte.
Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter St. Ingberter Vereine schalteten sich zu dem Online-Treffen dazu. Im Zentrum des Abends stand die Frage, wie sich ehrenamtlich organisierte Veranstaltungen besser absichern lassen. Die Antwort liefert eine Kooperation zwischen der Stadt und dem Kommunalversicherer GVV Kommunal VVaG: Gemeinnützige Vereine, die ihre Veranstaltungen in städtischen Räumen ausrichten, sind über die neue Police automatisch haftpflichtversichert. Gleiches gilt, wenn der Oberbürgermeister die Schirmherrschaft für ein Event übernimmt.
Für die Vereine bedeutet das eine doppelte Entlastung – finanziell, weil die Stadt die Prämien trägt, und organisatorisch, weil ein oft mühsamer Posten in der Veranstaltungsplanung entfällt. „Unsere Vereine leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt. Mit der neuen Versicherung schaffen wir konkrete Entlastung und mehr Planungssicherheit für ehrenamtlich Engagierte“, erklärte Oberbürgermeister Meyer bei der Konferenz. Die Botschaft dahinter ist klar: Wer sich freiwillig für das Gemeinwohl engagiert, soll sich auf Inhalte konzentrieren können statt auf Versicherungspolicen.
Neben dem Versicherungsthema nutzte Meyer die Runde, um über den Fortschritt bei der Sanierung der Ingobertushalle zu berichten. Der Oberbürgermeister dankte dabei ausdrücklich mehreren Sportvereinen, die zugunsten dieses Projekts eigene Förderanträge zurückgestellt hatten. Konkret hatten diese Vereine ihre ursprünglich geplanten Anträge im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zurückgezogen, damit die Mittel gebündelt in die Ingobertushalle fließen können.
Das Bundesprogramm stellt deutschlandweit Fördergeld bereit, um kommunale Sportstätten zu modernisieren und zukunftsfähig aufzustellen. Dass einzelne Vereine ihre eigenen Interessen hintanstellten, um ein größeres Vorhaben zu ermöglichen, unterstreicht den Zusammenhalt innerhalb der St. Ingberter Vereinslandschaft. Für die Stadt ist die Vereinskonferenz damit mehr als ein Pflichttermin im Kalender – sie dient als Plattform, auf der Verwaltung und Ehrenamt gemeinsam an konkreten Lösungen arbeiten, die das Vereinsleben vor Ort spürbar erleichtern.




















