In St. Ingbert leuchten seit Kurzem kleine blaue Blüten, die weit mehr sind als nur ein hübscher Farbtupfer. Sie stehen für eine Aktion, die jedes Jahr im März in verschiedenen saarländischen Städten stattfindet und auf die Krankheit Demenz aufmerksam machen will. Unter dem Motto „Demenz geht uns alle an!“ möchte die Landesfachstelle Demenz e.V. damit ein Zeichen gegen das Vergessen setzen.
Seit einigen Jahren organisiert die Landesfachstelle Demenz e.V. in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium die symbolische Pflanzung von Vergissmeinnicht. [Anmerkung für die Redaktion: Faktencheck erforderlich – genaue Gründungs- und Organisationsdaten der Landesfachstelle Demenz e.V.] Damit soll die Öffentlichkeit für die Herausforderungen sensibilisiert werden, die diese Erkrankung sowohl für Betroffene als auch für deren Angehörige mit sich bringt. Jedes Vergissmeinnicht soll dabei wie ein kleines Denkmal sein: ein Blickfang, der zum Nachdenken über die eigene Vergänglichkeit und zum Mitgefühl für Menschen mit Demenz anregt.
Auch St. Ingbert hat sich in diesem Jahr an der Aktion beteiligt. Insgesamt 120 der zarten Pflanzen wurden in der Stadt verteilt, allen voran direkt neben dem Haupteingang des Rathauses. Damit möchten Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und die Abteilung Stadtgrün ein sichtbares Zeichen setzen. „Mit dieser Aktion möchten wir zeigen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen nicht alleine sind“, betont Dr. Meyer. Unterstützt wurde die Aktion von Gartenbaumeisterin Katrin Gödtel, die die Vergissmeinnicht beim Gerontopsychiatrischen Netzwerk im Saarpfalz-Kreis abholte, sowie Alexander Schneider, Gartenbaumeister des städtischen Baubetriebshofes.
Demenz betrifft immer mehr Menschen und ist eine große Belastung für Betroffene und Familien. [Anmerkung für die Redaktion: Faktencheck erforderlich – aktuelle Zahlen zu Demenzerkrankungen im Saarland nennen] Häufig übernehmen Angehörige die Pflege und stoßen dabei an emotionale und körperliche Grenzen. In diesem Zusammenhang sind Unterstützung und Aufklärung essenziell, um den Alltag zu erleichtern und Stigmatisierungen abzubauen. Oberbürgermeister Dr. Meyer sagt dazu: „Es ist eine schleichende Krankheit, die jeden treffen kann und von den Betroffenen und ihrem Umfeld viel Kraft verlangt.“
Mit den Vergissmeinnicht-Pflanzungen rückt St. Ingbert die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz in den Blickpunkt – und appelliert gleichzeitig an alle Bürgerinnen und Bürger, achtsam miteinander umzugehen. Denn die blauen Blüten sollen nicht nur erinnern, sie sollen vor allem Mut machen: Sie stehen für Zusammenhalt, Solidarität und den Wunsch, niemanden in einer schwierigen Situation allein zu lassen. Genau dieses Signal will die Stadt mit ihrer Beteiligung aussenden, um sowohl die Bevölkerung als auch Interessierte über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren und ein Gefühl der Gemeinschaft zu stärken.