Im Rahmen der Jahresabschlussfeier des Fördervereins der Schiedsrichter-Gruppe Homburg kurz vor Weihnachten stand eine Persönlichkeit im Mittelpunkt, die das Schiedsrichterwesen in der Region über Jahrzehnte hinweg geprägt hat: Joachim Freyer. Nach 45 Jahren aktiver Tätigkeit wurde der langjährige Unparteiische vom Saarländischen Fußballverband zum Ehren-Schiedsrichter ernannt – der höchsten Auszeichnung, die ein Schiedsrichter im Verband erhalten kann.
Seine Schiedsrichterprüfung legte Freyer im Jahr 1980 ab. In den folgenden 28 Jahren war er für den Südwestdeutschen Fußballverband im Einsatz und leitete dort zahlreiche Spiele auf unterschiedlichen Ebenen. Dabei galt er stets als ruhiger, sachlicher und fairer Spielleiter, der Konflikte eher durch Kommunikation als durch Karten zu lösen wusste.
Freyer ist eng mit dem regionalen Fußball verbunden. Seine sportliche Heimat fand er beim FC Kleinsteinhausen, dem er über viele Jahre nicht nur als Spieler, sondern auch als Vorstandsmitglied angehörte. Zur Saison 2008/2009 wechselte er aus persönlichen Gründen in den Saarländischen Fußballverband und schloss sich der Schiedsrichter-Gruppe Homburg an, zunächst als Mitglied der SpVgg. Einöd-Ingweiler. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist er Mitglied des FC 08 Homburg.
Sein erstes Spiel im Saarland leitete Freyer am 10. August 2008. Die Begegnung in der Bezirksliga zwischen dem FC Viktoria St. Ingbert und dem SV Kirkel endete 1:1 – ein Spiel, das sinnbildlich für seinen Stil stand: ohne große Aufregung, mit nur zwei Gelben Karten und einem klaren Fokus auf Fairness und Spielkontrolle.
Mit der Ernennung zum Ehren-Schiedsrichter beendete Joachim Freyer nun seine aktive Laufbahn. Am 18. Mai 2025 pfiff er nach mehr als 2.000 geleiteten Spielen sein letztes Spiel. In der Kreisliga A Saarpfalz trafen der SV Rohrbach II und der SV Bexbach aufeinander, die Partie endete 5:1. Bezeichnend für seine gesamte Karriere blieb auch dieses Spiel ohne eine einzige persönliche Strafe.
Dem Schiedsrichterwesen bleibt Freyer dennoch eng verbunden. Künftig möchte er weiterhin an Lehrabenden und gemeinschaftlichen Veranstaltungen der Schiedsrichter-Gruppe Homburg teilnehmen. Damit bleibt er auch nach dem Ende seiner aktiven Zeit eine feste Größe innerhalb der regionalen Schiedsrichtergemeinschaft.
Mit der Auszeichnung zum Ehren-Schiedsrichter würdigt der Saarländische Fußballverband nicht nur eine außergewöhnlich lange Laufbahn, sondern auch ein Engagement, das über Jahrzehnte hinweg von Verlässlichkeit, Fairness und großer Verbundenheit zum Fußball geprägt war.


















