Homburg-Erbach

Reggae, Hip-Hop-Workshop, Drum-Circle – in Erbach wird es im Sommer richtig stimmungsvoll. Denn dann findet dort das 1. Interkulturelle Festival „Erbach erklingt“ statt. Die Musik soll die Menschen zusammenbringen, so die Idee von Quartiersmanagerin Elena Burgard, die das Festival organisiert. Was genau geplant ist und wer alles mitmacht, hat sie HOMBURG1 nun verraten.

Noch wirkt die große Freifläche gegenüber der Homburger Tafel ziemlich öde und trostlos. Zwischen verrosteten Wäschestangen spielen einige Kinder, ansonsten ist nicht viel los dort. Das soll sich jedoch im Sommer für einige Tage ändern, denn dann werden hier karibische Klänge, afrikanische Trommeltöne und viele andere exotische Melodien zu hören sein. Unter dem Motto „Erbach erklingt“ soll vom 15. bis 17. Juli hier nämlich das erste Interkulturelle Festival in Erbach stattfinden.

„Es war von Anfang an meine Idee, dass wir in Erbach etwas machen, wo die Menschen zusammenkommen und sich begegnen können“, erklärt Elena Burgard, die seit rund einem Jahr als Quartiersmanagerin in dem Homburger Stadtteil tätig ist. Sie organisiert das Festival und ist gerade dabei, die letzten Vorbereitungen zu treffen. So ist sie gerade dabei, letzte Absprachen mit den Erbacher Vereinen zu treffen. Die sind ein ganz wichtiger Baustein in ihrem Anliegen, alle mit einzubinden.

Auf diesem Platz zwischen Mosel- und Glanstraße sollen im Sommer exotische Klänge für Stimmung sorgen. Bild: Bill Titze

Jeder könne einbringen, was er kann und möchte, sagt Burgard. Ob es nun die Kirche Maria vom Frieden mit einem meditativen Liederkreis ist oder die Beteiligung des örtlichen Seniorenheims – Burgard ist es spürbar wichtig, möglichst viele Akteure mit ins Boot zu holen. „Es geht darum, offen zu sein für andere und ins Gespräch zu kommen“, so Burgard. Über Kulturen und Religionen hinweg, die in Erbach bekanntlich ziemlich vielfältig sind. „Wir haben bewusst alle Vertreter von Religionen angesprochen.“

Religion ist das eine, Kultur das andere. Und zur Kultur gehört nicht zuletzt die Musik, die bei „Erbach erklingt“ im Vordergrund stehen soll. Burgard hat ein breites Programm zusammengebastelt, bei dem jeder auf seine Kosten kommen dürfte. Ein Posaunenkonzert wird es genauso geben, wie verschiedene Beiträge von der Musikschule Homburg. Für ordentlich Stimmung sorgen soll schließlich ein afrikanischer Drum-Circle und ein anderes echtes Highlight des Events – ein Reggae-Tag. „Damit wollen wir mal eine ganz andere Kultur reinbringen und es richtig bunt machen“, freut sich Burgard auf diesen Beitrag.

Elena Burgard ist seit rund einem Jahr Quartiersmanagerin in Erbach. – Bild: Bill Titze

Zwar steht der Spaß im Vordergrund, doch natürlich muss ein solches Festival erst einmal finanziert werden. Viel wird über den Verfügungsfonds der Stadtteilkonferenz „Lebendiges Erbach“ gestemmt, der einige tausend Euro umfasst. Dieser ist für dieses Jahr jedoch bereits an seinem Limit anbelangt, wie Burgard erläutert. „Der Bedarf für das Interkulturelle Festival wird über diese Mittel hinausgehen. Deshalb suchen wir auch noch Sponsoring-Partner, die die Veranstaltung mit uns tragen.“

Schließlich soll im Sommer in Erbach richtig was los sein. Für Burgard ist das Ganze eine „Herzensangelegenheit“, wie sie betont. „Ich wäre sehr zufrieden, wenn ich sehe, dass viele Leute kommen, die dort eine gute Zeit haben.“ Wenn es nach der Quartiersmanagerin soll es am Ende heißen: „In Erbach geht was.“

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