Symbolbild

Die Homburger Lesezeit startet in ihre neue Saison – wenn auch mit kleiner Verzögerung. Eigentlich sollte die Reihe Mitte September mit dem Landespolizeipräsidenten Dr. Thomas Weiler eröffnet werden. Da diese Lesung entfällt, bildet nun der Abend mit der Autorin Natalie Buchholz am Dienstag, 30. September, den offiziellen Auftakt. Um 19 Uhr liest sie im Kulturzentrum Saalbau aus ihrem Roman „Grand-Papa“. Der Eintritt ist wie gewohnt frei.

Buchholz’ Werk beginnt ungewöhnlich: Eine vergessene Urne, ein neugieriges Kind und der Schatten des Großvaters werden zum Ausgangspunkt einer literarischen Spurensuche. Von hier führt die Geschichte in die Brüche und Geheimnisse einer deutsch-französischen Familie – und zugleich tief in das 20. Jahrhundert, das mit seinen Konflikten, Grenzerfahrungen und Tragödien bis heute nachwirkt.

Im Zentrum steht eine tragische Liebesgeschichte im Grenzgebiet, die durch den poetischen Stil der Autorin eine besondere Intensität erhält. Natalie Buchholz verbindet biografische Recherche mit literarischer Gestaltung und setzt dabei klare Akzente: „Grand-Papa“ ist nicht nur Familienroman, sondern auch eine Reflexion über Erinnerung, Herkunft und die Frage nach dem, was zwischen den Generationen bleibt.

Die Autorin schöpft dabei aus eigener Geschichte. In „Grand-Papa“ untersucht sie ihre deutsch-französische Familienvergangenheit und findet Bilder, die weit über das Private hinausreichen. Ihre poetische Sprache macht aus persönlichen Erfahrungen eine literarische Form, die auch für das Publikum eine Einladung ist, sich mit Fragen der eigenen Erinnerung auseinanderzusetzen.

Wie gewohnt wird die Homburger Lesezeit im Saalbau durchgeführt. Aufgrund organisatorischer Gründe muss die Lesung jedoch in einen anderen Raum innerhalb des Hauses ausweichen. Das führt zu begrenzten Platzkapazitäten, weshalb die Veranstalter um eine vorherige Anmeldung bitten.

Anmeldungen sind telefonisch bei Jutta Bohn unter 06841/9936891 oder bei Ute Müller unter 06841/8176700 möglich. So wird sichergestellt, dass Interessierte einen Platz erhalten und die Lesung in ruhiger Atmosphäre verfolgen können.

Alle weiteren Veranstaltungen der Homburger Lesezeit sind im Terminkalender auf der Internetseite der Stadt Homburg unter www.homburg.de verzeichnet. Dort finden sich auch Links zum kompletten Programmheft der Reihe. Damit bleibt die Lesezeit ihrem Anspruch treu, Literatur erlebbar zu machen und zugleich Raum für Begegnung und Gespräch zu bieten.

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