In der Aula der Freiwilligen Ganztagsschule an der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn in Homburg herrschte zum Jahresende reger Betrieb – und das nicht nur wegen des Schulalltags. Seit einigen Monaten steht dort ein neuer Trinkwasserspender, der inzwischen fest zum Pausenbild gehört. Nun wurde das Gerät offiziell übergeben, Anlass für einen gemeinsamen Termin mit Vertretern aus Politik, Schule und Stadtwerken.
Am 23. Januar 2026 trafen sich Landrat Frank John, Yvonne Handschuher, Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing bei den Stadtwerken Homburg, Schulleiter Thorsten Podevin, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler in der Aula der FGTS. Der neue Spender ist bereits seit mehreren Monaten in Betrieb und wird nach Angaben der Schule intensiv genutzt. Für den Saarpfalz-Kreis ist es ein weiterer Baustein in einer länger angelegten Strategie, die Schulen im Kreis mit kostenfreiem Trinkwasser zu versorgen.
Der Kreis hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, in den eigenen Schulen Trinkwasserspender zu installieren. Seit 2023 fließen dafür Fördermittel über die lokalen Trinkwasserversorger. Grundlage ist die „Förderrichtlinie nachhaltige Wasserwirtschaft“ des saarländischen Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar- und Verbraucherschutz. In den Richtlinien heißt es, die Förderung solle vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse und zur Verbesserung der Umwelt und Lebensqualität insbesondere in ländlichen Räumen beitragen. Die Zuwendungen kommen der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur in der Wasserversorgung sowie dem Schutz des Grundwassers zugute und damit indirekt jedem saarländischen Bürger.
Nicht alle Kosten sind durch das Programm abgedeckt. Anschluss- und Wartungsarbeiten fallen nicht unter die Förderung, müssen aber über fünf Jahre garantiert werden. Diese Aufgaben übernimmt bei den weiterführenden Schulen der Saarpfalz-Kreis. Gefördert werden installationsgebundene Trinkwasserspender im öffentlichen Raum, an Schulen und inzwischen auch in Kindertageseinrichtungen. Ziel ist es, den Zugang zu Wasser dauerhaft zu sichern und Wasser als kostbare und lebensnotwendige Ressource im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu verankern.

Wie gut das Angebot angenommen wird, zeigte sich beim Vor-Ort-Termin. Die Schulleitung, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler äußerten sich positiv zu dem neuen Angebot. „Ich trinke jetzt viel mehr als früher und bringe auch keine süßen Getränke mehr mit in die Schule. Das Wasser schmeckt mir und löscht den Durst“, so ein junger Teilnehmer der FGTS. Für den Kreis ist das ein Hinweis darauf, dass sich das Trinkverhalten tatsächlich verändert.
Landrat Frank John sieht in den Geräten einen wichtigen Beitrag für Umwelt- und Gesundheitsschutz. „Ich bin überzeugt, dass die Trinkwasserspender an unseren Schulen alle vor Ort animiert, ihr Trinkverhalten Richtung mehr Trinkwasser zu ändern. Wir begleiten und unterstützen gerne solche Projekte, die in mehrfacher Hinsicht auf die Umwelt und die Menschen positiv wirken. Mein Dank geht an das Umweltministerium sowie an die Stadtwerke Homburg, aber auch an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Immobilienmanagement und im Bereich Klimaschutz, die diese Maßnahme sorgfältig koordinieren.“
Die Stadtwerke Homburg sind zentraler Partner bei der Umsetzung. „Aktuell unterstützen wir die Installation von drei Trinkwasserspendern an folgenden Schulen: Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn, Grundschulen Luitpold und Bruchhof“, erklärte Yvonne Handschuher. Nachdem das Förderprogramm auf Kindertageseinrichtungen erweitert wurde, haben die Stadtwerke Homburg auch die Protestantische Kindertagesstätte Sonnenfeld mit einem Trinkwasserspender ausgestattet. „Wir koordinieren dieses für uns bedeutende Projekt von der Antragstellung bis zur Durchführung und gehen mit den Kosten für die Trinkwasserspender in Vorleistung“, so Yvonne Handschuher weiter. Grundsätzlich sei die Installation der Trinkwasserspender ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung.
Zum Termin in der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn brachte Handschuher zudem 100 wiederverwendbare Trinkflaschen mit, die sie der Schule überließ. Die Flaschen sollen den Kindern und Jugendlichen den Alltag mit dem neuen Wasserspender erleichtern und dazu beitragen, dass Leitungswasser im Schulalltag noch selbstverständlicher genutzt wird.




















