Vorbereitung zum Backen mit Rezepten aus sechs Ländern mit Zutaten aus fairem und regionalem Handel. Foto: Beate Ruffing, Saarpfalz-Kreis

Die Vorweihnachtszeit ist Backzeit. Backbücher werden auf der Suche nach bewährten Rezepten durchgeblättert, aber auch nach neuen Rezepten wird geschmöckert. Rezepte aus Deutschland, Frankreich, Jordanien, Polen, Ukraine, der Türkei, Russland und den USA standen im Mittelpunkt einer Backaktion im Homburger FrauenForum. 

Zwölf Teilnehmerinnen bereiteten Teige vor, formten Kipferl und Cookies, backten Waffelkekse und erfuhren Wissenswertes zu den Rezepten und den Herkunftsländern. Beim Einkauf wurde Wert auf Zutaten aus regionalem und fairem Handel gelegt. Mehl und Eier stammten aus dem Bliesgau, Schokolade und Zucker aus fairem Handel. Nicht von ungefähr wurde das FrauenForum als Schauplatz der Aktion gewählt: zum einen in Anlehnung an die Herkunftsländer von Migrantinnen im Saarpfalz-Kreis, zum anderen als Hinweis auf die Stärkung von Kleinbäuerinnen, die durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen für sich und ihre Familien verbessern. 

Laut Fairtrade Deutschland sind 23 Prozent aller Mitglieder in Fairtrade-Kakao-Kooperativen Frauen. „Zuerst haben meine Kakaofelder nicht viel Gewinn eingebracht. Durch Fairtrade ist das heute anders. Den Mitgliedern unserer Gemeinde und besonders den Frauen habe ich erklärt, wie wichtig es ist, dass wir der Kooperative beitreten. Heute sehen sie, dass sich vieles zum Besseren verändert hat.“, so Beatrice Boakye, Vize-Präsidentin der Fairtrade-Kakaokooperative Asuadai in Ghana. 

„Der faire Handel bietet eine große Auswahl an Zutaten, die für eine gute Qualität stehen. Wir wollen die Produktvielfalt zeigen und auf die Wirkungen des fairen Handels insbesondere bei Frauenprojekten und Kooperativen hinweisen.“, erklärte Christine Becker, Fairtrade-Beauftragte der Fairtrade-Stadt Homburg. „Gleichzeitig kommen wir so mit den Teilnehmerinnen aus Deutschland und den Migrantinnen in einen interessanten, interkulturellen Austausch.“, ergänzte Anke Michalsky, Frauenbeauftragte der Stadt Homburg. 

„Schon die Vorbereitungen haben uns interessante Aspekte gezeigt. Es erklärt sich von selbst, dass wir keine klassische Weihnachtsbäckerei anbieten, da es Weihnachten nicht in jedem Land gibt oder anders begangen wird. Wichtig ist uns der Dialog zwischen den Teilnehmerinnen am Backnachmittag.“, unterstrich Birgit Rudolf, Frauenbeauftragte des Saarpfalz-Kreises.

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