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Eine Demenz frühzeitig zu erkennen, gehört bis heute zu den schwierigsten Aufgaben der Medizin. Genau hier setzt ein neues Forschungsvorhaben der Hochschule Kaiserslautern an, das der Bund mit rund einer Million Euro fördert. Das Projekt mit dem Namen MeXenz will Diagnosen künftig deutlich früher und für die Betroffenen wesentlich schonender ermöglichen.

Die Zusage kommt aus Berlin: Über die Förderlinie HAW-ForschungsAkzente des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt wurde das Vorhaben für eine Unterstützung ausgewählt. Los geht es am 1. Januar 2027, angelegt ist das Projekt auf vier Jahre. Für die Hochschule ist es ein weiterer Erfolg beim Einwerben von Drittmitteln.

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Geleitet wird das interdisziplinäre Team von Prof. Dr. Alexey Tarasov. An seiner Seite forscht Prof. Dr. Kristina Endres, eine ausgewiesene Fachfrau für Neurobiologie und neurodegenerative Erkrankungen. Beide arbeiten längst nicht zum ersten Mal zusammen. Ihre Kooperation reicht über mehrere Jahre zurück und umfasst unter anderem das vom Land Rheinland-Pfalz geförderte Forschungskolleg MultiSensE sowie das europäische Projekt MUNASET.

Im Zentrum der Arbeit steht ein besonderer Werkstoff: sogenannte MXene, eine neue Klasse zweidimensionaler Nanomaterialien mit bemerkenswerten elektrischen Eigenschaften. Kombiniert mit speziellen Oberflächenbeschichtungen und elektrochemischen Messverfahren sollen daraus Biosensoren entstehen, die mehrere Demenz-Biomarker zugleich und mit hoher Empfindlichkeit aufspüren. Das langfristige Ziel ist ein Point-of-Care-System, das Untersuchungen direkt in der Arztpraxis oder in Pflegeeinrichtungen erlaubt.

Worum es dem Team dabei letztlich geht, macht der Projektleiter deutlich. „Die frühe Diagnose neurodegenerativer Erkrankungen gehört zu den größten Herausforderungen der modernen Medizin. Mit MeXenz wollen wir das Potenzial neuartiger Nanomaterialien nutzen, um empfindliche und einfach anwendbare Biosensoren für die medizinische Diagnostik zu entwickeln“, erklärt Professor Tarasov. Sein erklärtes Ziel: Diagnosen früher und für die Patientinnen und Patienten deutlich unkomplizierter zu ermöglichen.

Bevor die neuen Systeme im medizinischen Alltag ankommen können, müssen sie sich beweisen. Deshalb werden die Sensoren im Projekt anhand biologischer und klinischer Proben geprüft. Zugleich öffnet MeXenz jungen Forschenden die Tür: Sie erhalten die Chance, an aktuellen Fragestellungen der Biosensorik und der Demenzforschung mitzuarbeiten und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu stärken.

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Eingebettet ist die Arbeit in bestehende Strukturen der Hochschule. Beide beteiligten Professoren gehören dem hochschulweiten Forschungsschwerpunkt „Integrierte Miniaturisierte Systeme“ sowie dem landesweiten Promotionscluster BELife an. Mit dem neuen Projekt vertieft die Hochschule Kaiserslautern ihre Kompetenzen in Biosensorik, Nanomaterialien und Medizintechnik und festigt zugleich ihren Ruf als Forschungsstandort für innovative Diagnostiktechnologien.

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