Foto: Thomas Bastuck
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Rund 625 Quadratmeter Glas, jahrelang verdunkelt durch Schmutz und Ablagerungen, lassen seit vergangener Woche wieder Tageslicht auf den Busrendezvous-Platz in St. Ingbert fallen. Die Mittelstadt hat ihren zentralen ÖPNV-Knotenpunkt einer Grundreinigung unterzogen, die als umfangreichste Maßnahme seit dem Neubau der Anlage im Jahr 2003 gilt. Ziel war es, die Aufenthaltsqualität an dem stark frequentierten Ort deutlich zu heben und zugleich das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken.

Angestoßen hatte das Vorhaben der Ortsrat St. Ingbert-Mitte. Dessen Arbeitsgemeinschaft „Sicherheit und Ordnung“ hatte sich wiederholt mit dem Zustand des Platzes befasst und auf Defizite beim Erscheinungsbild sowie bei der Beleuchtung hingewiesen. Bei einem Ortstermin stellte die Stadtverwaltung den Mandatsträgern um Ortsvorsteherin Irene Kaiser schließlich ein konkretes Maßnahmenpaket vor, das auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer ausdrücklich mittrug. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass sich die Menschen, die den ÖPNV und unsere stadteigenen INGO-Busse nutzen, hier wohlfühlen und ein sauberes, gepflegtes Umfeld vorfinden“, erklärte Meyer. Zudem wolle man durch eine bessere Ausleuchtung in den Abendstunden das Sicherheitsgefühl insbesondere bei Jugendlichen erhöhen.

Um den laufenden Busbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen, fiel die Wahl bewusst auf die Osterferien. Mehrere Fachfirmen teilten sich die Arbeit auf. Die Firma Jakobs aus Rentrisch übernahm nach einer Ausschreibung die aufwendige Reinigung der Glaselemente, die als Bedachung des Platzes dienen. Drei Tage lang rückten Hochdruckreiniger, Schwämme, Bürsten und Schaber dem Schmutz zu Leibe. Parallel beseitigte die Firma Biltec Graffiti-Schmierereien an den Wänden und Stützen der Anlage.

Die Kosten für die Grundreinigung beziffert die Stadt auf rund 15.000 Euro. Weitere 5.000 Euro flossen in eine verbesserte Beleuchtung, die den Platz künftig auch nach Einbruch der Dunkelheit einladender wirken lassen soll. Damit summieren sich die Investitionen auf etwa 20.000 Euro. Die Stadtreinigung kündigte zudem an, neu auftretende Verschmutzungen künftig konsequenter und schneller zu beseitigen, um den frisch gewonnenen Zustand dauerhaft zu halten.

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Ortsvorsteherin Kaiser zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis: „Es ist wirklich unglaublich, was so ein geputztes Glasdach ausmacht und wie viel heller und freundlicher alles erscheint.“ Ihr Stellvertreter Fabian Roschy, der zugleich die Arbeitsgemeinschaft „Kultur und Innenstadt“ leitet, blickt bereits über die Reinigung hinaus. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung soll eine ansprechende Gestaltung der Wandflächen entwickelt werden. Denkbar sei dabei auch die Einbindung von legalem Graffiti, das den bislang nüchternen Flächen ein neues Gesicht geben könnte.

Der Rendezvous-Platz dient täglich zahlreichen Pendlern und Schülern als Umsteigeknoten im St. Ingberter Nahverkehr. Dass er nach mehr als zwei Jahrzehnten erstmals wieder eine derart umfassende Auffrischung erfahren hat, dürfte nicht nur optisch auffallen, sondern auch die Akzeptanz des öffentlichen Nahverkehrs in der Mittelstadt stärken. Ob die angekündigten gestalterischen Schritte tatsächlich legale Graffiti-Kunst an die Wände bringen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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