Symbolbild
Anzeige

Am Tag der ursprünglich geplanten Filmpreisgala 2020 gibt der Günter Rohrbach Filmpreis, den die Günter Rohrbach Filmpreis Stiftung in Zusammenarbeit mit der Kreisstadt Neunkirchen in diesem Jahr zum zehnten Mal vergibt, seine Preisträger*innen bekannt:

Der Günter Rohrbach Filmpreis 2020 geht an das Drama „Exil“. Gemeinsam mit dem Regisseur und Drehbauchautor Visar Morina werden die Produzent*innen von Komplizen Film, Janine Jackowski, Jonas Dornbach und Maren Ade ausgezeichnet. Die Darstellerpreise gehen an Nina Hoss in „Pelikanblut“ und Mišel Matičević in „Exil“. Der Preis des Saarländischen Rundfunks geht an Ralf Husmann für das Drehbuch von „Der König von Köln“. Der Preis der Saarland Medien GmbH geht an Moritz Schultheiß für die Kamera in „Pelikanblut“. Der Preis des Oberbürgermeisters geht an die Schauspielerin Alina Serban für ihre Rolle in „Gipsy Queen“.

Anzeige

„Wir alle haben uns auf die zehnte Vergabe des Günter Rohrbach Filmpreises gefreut, aber der bundesweite Lockdown zwingt uns zur Absage der Veranstaltung in diesem Jahr,“ sind sich Oberbürgermeister Jörg Aumann und sein Amtsvorgänger, der Vorsitzende der Filmpreis-Stiftung, Jürgen Fried einig. Die feierliche Verleihung an die Preisträger*innen dieses Jahres wird jedoch im Rahmen der Filmpreis-Gala am 5. November 2021 in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen als gemeinsames Fest für den zehnten und elften Günter Rohrbach Filmpreis nachgeholt. „Dennoch wollen wir natürlich die Preisträger dieses Jahres verkünden,“ so der Namensgeber des Filmpreises Günter Rohrbach.

Anzeige

Der diesjährige Hauptpreisträger-Film „Exil“, beschäftigt sich mit dem hochaktuellen Themenkomplex Rassismus und Diskriminierung. Die virtuos inszenierte und brillant gespielte Geschichte erzählt von einem im Kosovo geborenen und nun in Deutschland lebenden Chemieingenieur, der paranoide Züge annimmt. Die Handlung wird von Visar Morina sehr behutsam, aber doch zielstrebig entwickelt und lässt den Zuschauer im Unklaren, was hier Wahrheit und was Einbildung ist. Ein aufrüttelnder Film, der dem Zuschauer Raum für eigene Interpretationen, Gedanken und Bewertungen lässt. Die Jury würdigt das Werk mit dem diesjährigen Günter Rohrbach Filmpreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist.
Auch international bleibt es spannend: „Exil“ geht für den Kosovo ins Rennen um den Oscar 2021 in der Kategorie „Bester internationaler Film“.

Anzeige

Weiterlesen auf Seite 2 ( Alle Preise im Detail )

Anzeige