Symbolbild
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Glasfaser auf der Überholspur, klassische Telefonie im Sinkflug: Der heute veröffentlichte Jahresbericht Telekommunikation 2025 der Bundesnetzagentur zeichnet das Bild eines Marktes, der seine digitale Transformation konsequent fortsetzt. Während die Bundesbürger immer mehr Daten durch Leitungen und Funknetze schicken, verlieren SMS und Festnetzgespräche weiter dramatisch an Bedeutung.

Die Investitionsbereitschaft der Branche bleibt dabei auf hohem Niveau. Rund 15,3 Milliarden Euro flossen im vergangenen Jahr in Sachanlagen – ein Wert, der den des Vorjahres nahezu spiegelt. An den Prioritäten hat sich nichts geändert: Der Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunkinfrastruktur bleibt das zentrale Investitionsfeld der Telekommunikationsunternehmen.

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Die Ergebnisse dieser Strategie spiegeln sich deutlich im Verbraucherverhalten wider. Langsame Internetanschlüsse mit weniger als 100 Mbit/s sind im Rückzug begriffen und sanken binnen eines Jahres von 17,1 auf 15,2 Millionen. Schnellere Verbindungen wuchsen im Gegenzug von 21,5 auf 23,6 Millionen. Besonders bemerkenswert: Die Zahl der Gigabit-Anschlüsse mit Maximalbandbreiten von mindestens 1.000 Mbit/s kletterte von 2,5 auf drei Millionen.

Beim Glasfaserausbau setzt sich die Dynamik des Vorjahres fort. Die Zahl der aktiven Anschlüsse stieg seit Ende 2024 um mehr als eine Million auf nun 6,4 Millionen. Damit erreicht die Glasfaser einen Anteil von 16,5 Prozent an allen aktiven Festnetz-Breitbandanschlüssen – nach 13,7 Prozent im Vorjahr. Der DSL-Anteil schrumpfte im selben Zeitraum von 61,1 auf 58,5 Prozent. Von den aktiven Glasfaseranschlüssen entfielen rund 5,2 Millionen auf FttH-Verbindungen, bei denen die Faser bis in die einzelne Wohnung reicht. Die übrigen 1,2 Millionen Anschlüsse zählen zur Kategorie FttB, bei der die Glasfaser im Gebäudekeller endet und von dort über Kupferkabel weitergeführt wird. Auch die Zahl der angeschlossenen, aber noch nicht aktivierten Gebäude wuchs spürbar: auf 7,1 Millionen bei FttH und 3,3 Millionen bei FttB.

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Während die Datenautobahnen breiter werden, schweigen die klassischen Telefonleitungen zunehmend. Im Festnetz brach das Gesprächsvolumen von 57 auf rund 47 Milliarden Minuten ein, im Mobilfunk schrumpfte es von 148 auf 132 Milliarden Minuten. Die Kommunikation verlagert sich rasant zu Messenger- und Videokonferenzdiensten. Über diese Kanäle wurden 19,6 Milliarden abgehende Sprachanrufe geführt – ein Plus von elf Prozent gegenüber den 17,7 Milliarden des Vorjahres. Das Gesprächsvolumen erreichte 198 Milliarden Minuten. Auch die Videotelefonie legte zu: 9,5 Milliarden abgehende Videoanrufe bedeuten ein Wachstum von sieben Prozent, das übertragene Volumen stieg auf 188,5 Milliarden Minuten.

Die einst allgegenwärtige SMS gleitet endgültig ins Nischendasein ab. Nur noch 2,9 Milliarden Kurznachrichten wurden 2025 versandt – nach 5,2 Milliarden im Vorjahr. Pro aktiver SIM-Karte sind das im Schnitt gerade einmal zwei Nachrichten im Monat. Messenger-Dienste hingegen verarbeiteten 913,5 Milliarden Sofortnachrichten, was rund 13 Mitteilungen pro Nutzer und Tag entspricht.

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Entsprechend wachsen die Datenberge weiter. Die deutschen Festnetze transportierten 2025 rund 175 Milliarden Gigabyte – im Durchschnitt 376 GB pro Anschluss und Monat, ein Zuwachs von 54 GB gegenüber dem Vorjahr. Auch der Mobilfunk legte zu: Pro aktivem SIM-Profil wurden monatlich 8,4 GB übertragen, rund 13 Prozent mehr als 2024. Insgesamt summierte sich das mobile Datenvolumen auf 10,9 Milliarden GB nach 9,6 Milliarden im Jahr zuvor.

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