Wer im Saarland nach einem passenden Gesundheitskurs oder einer Beratungsstelle sucht, musste sich bislang oft mühsam durch verschiedene Internetseiten und Flyer arbeiten. Mit dem neuen „Gesundheitskompass Saarland“ gibt es nun eine zentrale Anlaufstelle im Netz, die Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention bündelt und übersichtlich darstellt.
Die Online-Datenbank „Gesundheitskompass Saarland“ ist seit Kurzem freigeschaltet und versteht sich als zentrale Informationsquelle für die saarländische Bevölkerung. Sie richtet sich an Menschen, die kostenfreie und niedrigschwellige Angebote rund um Gesundheit nutzen möchten – von Bewegung über Ernährung bis hin zu Stressbewältigung und Suchtprävention. Ziel ist es, den Zugang zu diesen Angeboten deutlich zu erleichtern und damit auch gesundheitliche Ungleichheiten im Land zu verringern.
Gesundheitsminister Magnus Jung betont die sozialpolitische Bedeutung des Projekts: „Mit dieser Datenbank wird ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung gesundheitlicher Ungleichheiten und zur Armutsprävention geleistet. Die Plattform sorgt dafür, dass Betroffene schnell auf geeignete Hilfsangebote zugreifen können“, sagte Jung. „Gesundheit ist das höchste Gut – jeder und jede Einzelne sollte die Möglichkeit haben, Gesundheitsangebote zu nutzen, um gesund zu leben.“
Entwickelt wurde der Gesundheitskompass im Rahmen des Dritten Aktionsplans zur Armutsbekämpfung im Saarland. Verantwortlich ist die Arbeitsgemeinschaft „Gesundheit und Armut“, die in Trägerschaft des Vereins PuGiS e.V. arbeitet. Die laufende Pflege der Datenbank übernimmt die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC). Der Gesundheitskompass soll als Orientierungshilfe dienen und die vielfältigen Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote im Saarland an einem Ort sichtbar machen.
Das primäre Ziel der Plattform ist eine gebündelte und übersichtliche Darstellung der Präventionslandschaft im Saarland. Nutzer sollen schnell erkennen können, welche Angebote es in ihrer Region gibt und welche Angebote zu ihren individuellen Gesundheitsbedürfnissen passen. Damit soll der Zugang zu Unterstützung erleichtert und ein Beitrag zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten geleistet werden.
Auch für Fachleute und Initiativen im Gesundheitsbereich soll die Datenbank einen Mehrwert bieten. „Für alle, die sich für Gesundheitsförderung und Prävention im Saarland engagieren bietet der Gesundheitskompass einen zentralen Überblick über erfolgreiche Beratungs- und Anlaufstellen sowie aktuelle Förderprogramme“, erklärte Dirk Mathis, Geschäftsführer von PuGiS. So können sich Akteure besser vernetzen und bestehende Strukturen gezielter nutzen.
Im Saarland gibt es bereits eine große Zahl kostenfreier und niedrigschwelliger Angebote, etwa in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Stress- und Ressourcenmanagement sowie Suchtprävention. Eine systematische, öffentlich zugängliche Übersicht fehlte bisher jedoch. Genau hier setzt der Gesundheitskompass an: Er soll insbesondere in den Bereichen Bewegungsförderung und Suchtprävention mehr Transparenz schaffen. Für Menschen in besonderen Notsituationen sind relevante Beratungs- und Anlaufstellen in einer eigenen Rubrik gebündelt.
Ein weiterer Baustein der Plattform ist eine Rubrik zu Förderprogrammen. Dort finden sich Informationen zu aktuellen Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene, die sich auf Gesundheits- und Präventionsprojekte beziehen. Diese Übersicht soll den Zugang zu finanzieller Unterstützung erleichtern und dazu beitragen, dass neue Projekte entstehen oder bestehende Angebote weitergeführt werden können.
Der Gesundheitskompass ist online unter pugis.de/gesundheitskompass/ erreichbar. Trägerverein PuGiS wird vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit sowie von den Landesverbänden der saarländischen Krankenkassen finanziell unterstützt. Hauptaufgabe des Vereins ist die Förderung von Gesundheit und Prävention im Saarland – der neue Gesundheitskompass ist ein zentrales Instrument, um diese Aufgabe digital zu unterstützen.


















