Künstler: Friedhard Meyer

Im Historischen Schwedenhof in Schwarzenacker wird es am 1. März 2026 um 16 Uhr künstlerisch vielstimmig. In der galerie m beck beginnt an diesem Sonntagnachmittag eine Ausstellung, die drei sehr unterschiedliche Handschriften zusammenführt – und dabei immer wieder um ein Thema kreist: Zeit, als Bewegung, als Erfahrung und als bewusst verlangsamter Prozess.

Unter dem Titel „Drei Positionen – Drei Wege zur zeitgenössischen Bildsprache“ treffen Arbeiten von Jürgen Rinck, Christine Tophoven und Friedhard Meyer aufeinander. Die Schau bündelt Fragen nach Wahrnehmung, nach dem Entstehen von Bildern und nach innerer Bewegung. Gemeinsam setzen die drei Positionen auf eine intensive Auseinandersetzung mit dem, was unterwegs passiert – im Außen ebenso wie im Inneren.

Jürgen Rinck, der als Künstler, Blogger und Radreisender arbeitet, versteht das Unterwegssein selbst als Methode. Mit Smartphone, Notizbuch und GPS sammelt er visuelle Fragmente von Straßen, Randerscheinungen und scheinbar Nebensächlichem. Aus diesem Material entstehen serielle „Appspressionismen“: digitale Bildarbeiten, die Fotografie, Collage und konzeptuelles Denken verbinden und zwischen analoger Erfahrung und digitaler Transformation pendeln.

Christine Tophoven setzt in ihrer Malerei auf emotionale Intensität und expressive Farbigkeit. Als ausgebildete Kommunikationsdesignerin verbindet sie gestalterische Präzision mit persönlicher Ausdruckskraft. Mut, Verletzlichkeit sowie die bewusste Entscheidung für Hoffnung und Bewegung prägen die Bilder; kräftige Farben und dynamische Kompositionen machen innere Wandlungsprozesse sichtbar.

Einen konsequent prozessualen Ansatz verfolgt Friedhard Meyer mit seiner Technik des „New Pointillism“. Tausende von einzeln umrandeten Acrylfarbpunkten verdichten sich in streng rhythmischer Arbeit zu leuchtenden Bildflächen. Der verlangsamte, konzentrierte Arbeitsprozess wird dabei selbst Teil des Werks; Meyers Malerei ist von analytischem Denken und der Entwicklung eigener Verfahren geprägt und bleibt zugleich offen für Dialog und Wahrnehmung.

In dieses Spannungsfeld aus Bewegung und Verlangsamung, digitaler Bearbeitung und analoger Materialität fügt sich ein weiterer Baustein ein: Die Ausstellung „raum.klang.rhythmus“ mit Skulpturen von Christian H. Friederichs wird verlängert. Seine Arbeiten aus Stein und Holz verstehen sich als Resonanzkörper zwischen Raum, Musik und innerer Bewegung; Linien, Volumen und Zwischenräume folgen einem eigenen Rhythmus.

Am 26. März 2026 kommt in der galerie m beck ein Liederabend hinzu, der den künstlerischen Dialog zwischen Skulptur und Musik unmittelbar erlebbar machen soll. Für die Veranstaltung wird um Anmeldung gebeten, der Eintritt kostet 5 Euro. Erreichbar ist die galerie m beck in Homburg-Schwarzenacker, Am Schwedenhof 4, 66424 Homburg-Schwarzenacker, im Historischen Schwedenhof gegenüber dem Römermuseum, telefonisch unter +49 (0) 6848 70119 0 oder per E-Mail an presse [at] comebeck.com.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung und zum Ausstellungsbesuch ist frei. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags von 11 bis 18 Uhr, freitags von 11 bis 14 Uhr sowie jederzeit nach Vereinbarung.

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