Am 8. März 2026 will das feministische Bündnis Internationaler Frauenkampftag die Saarbrücker Innenstadt in Bewegung bringen. Startpunkt der Demonstration ist um 16 Uhr der Max-Ophüls-Platz. Unter dem Motto „Frauen organisiert euch! Gegen jeden Antifeminismus und für die Emanzipation!“ richtet sich der Protest gegen patriarchale Gewalt, soziale Ungleichheit und das, was die Organisatorinnen als wachsenden antifeministischen Backlash beschreiben.
„Wir erleben derzeit einen spürbaren gesellschaftlichen Rechtsruck und eine zunehmende Infragestellung feministischer Errungenschaften weltweit. Dem wollen wir gemeinsam und solidarisch entgegentreten“, sagt Bündnissprecherin Nora Becker. Die Demonstration solle ein vielfältiges Signal senden – und zwar eines, das über symbolische Gesten hinausgeht. „Am Frauenkampftag gehören die Straßen uns Frauen!“, so Becker.
Das Bündnis formuliert einen breiten Forderungskatalog: konsequenter Schutz vor patriarchaler Gewalt, reproduktive Selbstbestimmung, soziale Absicherung, gleiche gesellschaftliche Teilhabe für Frauen und Queers sowie internationale Solidarität mit feministischen Bewegungen. In diesem Jahr rückt das Bündnis dabei bewusst die Frage realer Macht- und Ressourcenverteilung in den Vordergrund. Gleichstellung auf dem Papier reiche nicht aus, betont Becker: „Wir kämpfen für echte Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen, politisch, ökonomisch, körperlich und kulturell.“ Dazu gehöre das Recht, über den eigenen Körper zu entscheiden, existenzsichernd zu leben und Sorgearbeit gerecht aufzuteilen. Ihr Fazit fällt unmissverständlich aus: „Wir sagen ganz klar: Es braucht nicht weniger, sondern mehr Feminismus!“
Die Route führt durch die Saarbrücker Innenstadt, begleitet von Redebeiträgen aus unterschiedlichen feministischen Zusammenhängen. Darüber hinaus soll die Veranstaltung Raum zur Vernetzung bieten. In den vergangenen Jahren kamen zu den Demonstrationen am Internationalen Frauenkampftag in Saarbrücken bis zu 400 Teilnehmende – eine Zahl, die das Bündnis in diesem Jahr übertreffen will. Feministische Initiativen, Bündnisse und Einzelpersonen sind ausdrücklich eingeladen, sich einzubringen und mitzulaufen.
Bereits am Vorabend der Demonstration können sich Interessierte einstimmen. Am 7. März ab 21 Uhr findet im Veranstaltungsraum der Commune in der Rotenhofstraße 1 die „Take Back The Night Party“ statt. Dort treten regionale und überregionale feministische Musikacts auf – gedacht als Gelegenheit zum Kennenlernen und gemeinsamen Feiern, bevor es am nächsten Tag auf die Straße geht.























