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Die seniorenpolitische Sprecherin und Vorsitzende des Demenzvereins Saarlouis, Dagmar Heib, sieht die Regelung des Transports zu Impfterminen als wichtigen Baustein der Impfstrategie bis auch immobile Menschen zuhause geimpft werden können: „Viele ältere Menschen haben keine Angehörigen, die sie sicher zum Impftermin bringen können und auch Menschen, die Probleme beim Aufbringen der Transportkosten durch ein Taxiunternehmen haben, stellt ein Impftermin vor große Herausforderungen“, so Heib. 

„Wir schlagen daher vor, den Transport für hochbetagte Impfberechtigte ohne private Transportmöglichkeit zentral über eine Servicestelle zu regeln. Diese kann beispielsweise bei den Kreisen verortet werden. Zudem sollte das Land bei der Bezahlung des Transports in Vorleistung treten und dann mit den möglichen Kostenträgern abrechnet. Diese Stelle kann die Formalitäten der Fahrt sowie die Abrechnung über das Land aus einer Hand steuern. Wenn wir unsere hochbetagten Mitmenschen in Zukunft vor dem Virus schützen wollen, müssen wir eine größtmögliche Impfquote innerhalb dieser Gruppe erreichen. Ältere, alleinlebende Menschen ohne Angehörige dürfen dabei nicht durchs Raster fallen“, so Dagmar Heib.

Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt die Veränderungen an der Impfstrategie des Saarlandes in den letzten Tagen. Sie entsprechen den Vorschlägen vom Montag der letzten Woche und sorgen für mehr Gerechtigkeit und Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern. Die Impfstrategie müsse aber weiter angepasst werden, damit auch besondere Härtefälle bei der Priorisierung Berücksichtigung finden.

Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dr. Magnus Jung: „Ergänzend zu den bestehenden Reglungen schlagen wir vor, medizinische Härtefälle, die nach den allgemeinen Vorgaben nicht zur ersten Priorisierungsgruppe der bundesweiten Impfstrategie gehören, bei der Impfung vorzuziehen. Dazu gehören zum Beispiel jüngere Menschen, die vor einer Organtransplantation oder einer Chemotherapie stehen. Entsprechend der bundesweiten Diskussion sollte auch im Saarland eine Kommission gebildet werden, die fachliche Regelungen entwickelt und darüber im Einzelfall entscheidet.“

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