Weltkulturerbe Völklinger Hütte Foto: www.voelklinger-huette.org

Nachdem der Aufsichtsrat des Weltkulturerbes Völklinger Hütte (WVH) im August 2018 die Restaurierung und Umnutzung des Wasserhochbehälters zur zentralen und barrierefreien Eingangsplattform beschlossen hat, ist nun auch der finanzielle Startschuss für das Großprojekt gefallen. Das Land und der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) stellen dafür insgesamt 6,9 Millionen Euro zur Verfügung. 

Christine Streichert-Clivot (SPD)
Foto: Christian Hell / Ministerium für Bildung und Kultur

„Unser Weltkulturerbe hat eine enorme Strahlkraft über die Grenzen der Großregion hinaus und zieht Jahr für Jahr viele Besucherinnen und Besucher ins Saarland. Die neue Eingangsplattform zusammen mit der Erschließung des Wasserhochbehälters und des Pumpenhauses sind ein großer Gewinn für die Besucherinnen und Besucher unserer Hütte. Das Projekt ist vor allem auch ein großer Schritt für den Erhalt des UNESCO-Welterbestatus. Unsere gemeinsamen Anstrengungen für die Zukunft des WVH tragen Früchte, darüber freue ich mich sehr“, erklärt Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot.

Die UNESCO hatte den Rückbau des derzeit bestehenden Eingangs über die Erschließungsbox – die sogenannte ‚Red Box‘ – zur Bedingung für den Erhalt des Welterbestatus gemacht. Im Rahmen der Restaurierungs- und Umbaumaßnahmen wird ein integraler und barrierefreier Eingang geschaffen. Sowohl der Wasserhochbehälter als auch das benachbarte Pumpenhaus werden für die Besucher*innen des WVH zugänglich gemacht. Darüber hinaus entsteht in der Eingangszone des Wasserhochbehälters eine Möglichkeit zur Präsentation der Stadt Völklingen. Mit der Übergabe des Zuwendungsbescheides durch das Ministerium für Bildung und Kultur (MBK) steht dem vom Berliner Architektenbüro Duncan McCauley erarbeiteten Bauprojekt nichts mehr im Wege. Das Projekt ist umfänglich mit der UNESCO und dem Landesdenkmalamt abgestimmt.

WVH-Generaldirektor Dr. Ralf Beil erklärt: „Die Vitalisierung des Wasserhochbehälters zum Haupteingang des Erlebnisparcours durch die Völklinger Hütte ist ein Meilenstein in der Gesamtentwicklung des Weltkulturerbes. Dank einer zweiten Brücke über die Rathausstraße wird zudem ein Rundweg möglich, der die Besucherinnen und Besucher zum Abschluss in ein Schaufenster der Industriekultur der Großregion führt. Denn wir wollen in und mit der Völklinger Hütte aktiv zur Aufwertung und touristischen Erschließung der gesamten Industriekultur beitragen.“

Die Völklinger Hütte wurde 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Sie ist  das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Nach der jüngsten Gewinnung weiterer Fördergelder des Bundes (2,5 Mio. Euro jeweils für 2021 bis 2025), weiterer zusätzlicher Landesmittel (1,8 Mio. Euro jeweils für 2021 und 2022) und der Erhöhung der Grundfinanzierung ist diese Projektförderung ein weiterer Schritt auf dem Weg, das Industriedenkmal WVH zukunftssicher zu machen, den Welterbestatus zu erhalten sowie es als Denkmal für die Prägung des Saarlandes durch die Montanindustrie im 19. und 20. Jahrhundert auch für die nachfolgende Generation zu bewahren.

 

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