Zwei Jahre lang konnte das Webenheimer Bauernfest nicht so stattfinden wie gewohnt, im Sommer kann es aber endlich wieder losgehen. Vom 8. bis 18. Juli sollen wieder Zehntausende Partystimmung, Blasmusik und Fahrgeschäfte genießen können. Dabei soll so gefeiert werden, wie man es bereits seit Jahrzehnten gewohnt ist. Was genau geplant ist, hat uns Cheforganisator Martin Schunck verraten.

Es war eine heimelige Atmosphäre. Sonnenschein, ein Blasorchester und der ein oder andere Krug Bier – auch im letzten Jahr fand das Webenheimer Bauernfest statt. Doch es war kein Vergleich zu dem, was man gewohnt ist. Kein Festzelt, kein Biergarten und auch keine Stutenschau. Immerhin: Einen Fassbieranstich gab es auch 2021. Den wird es ebenso in diesem Jahr geben. Nur wird dieser, wenn alles gut läuft, vor tausenden Menschen ausgeführt und nicht vor einigen dutzend Gästen.

Denn 2022 soll das Bauernfest so werden wie es immer schon war. Ein echtes kulturelles Highlight mit tausenden Besuchern, ausgelassener Stimmung und vielen Attraktionen für Groß und Klein. Damit das gelingt, hat sich das Organisationsteam seit Februar diesen Jahres ordentlich ins Zeug gelegt. Was normalerweise bereits gut ein Jahr vorher geplant wird, musste nun in wenigen Monaten auf die Beine gestellt werden. „Anfang des Jahres war schließlich noch nicht daran zu denken, dass die Veranstaltung stattfinden kann“, blickt Cheforganisator Martin Schunck zurück. „Es war dann schon überraschend, dass es ohne Einschränkungen geht.“

Schuld am kurzen Vorlauf war natürlich die Corona-Pandemie, die bereits in den vergangenen beiden Jahren ein echtes Volksfest unmöglich machten. Während das Bauernfest 2020 komplett ausfallen musste, konnte im vergangenen Jahr nur in sehr abgespeckter Form gefeiert werden. „Jetzt ist die Euphorie beim ganzen Team groß“, freut sich Schunck. Und auch bei den vielen Fans des Fests dürfte sich mit Blick auf das Programm große Vorfreude einstellen. Geplant ist in den anderthalb Wochen nämlich allerhand.

Martin Schunck, 2. Vorsitzender des Reitervereins Bliestal, organisiert das Webenheimer Bauernfest zusammen mit seinem Team. Bild: Bill Titze.

Der Bauernmarkt am 9. Juli, die Südwestdeutsche Rinderschau am 10., die Landesstutenschau am 11. Zuvor wird das Bauernfest am 8. Juli feierlich mit dem Fassbieranstich eröffnet. Im Anschluss kann dann zum ersten Mal seit drei Jahren wieder im Festzelt gefeiert werden, wenn nämlich die Partyband Frontal die Bühne erklimmt. Stimmung soll auch bei den Auftritten der Kultband Firma Holunder aufkommen, die am 16. und am 18. Juli im Festzelt auftritt. Außerdem will am 15. Juli die Hausband des Oktoberfests Frankenthal, Jens Huthoff & Band, das Festzelt zum Glühen bringen.

Das war aber noch lange nicht mit den musikalischen Highlights. So soll es am Sonntag, den 10. Juli, einen Tag der Musik geben, wie Schunck verrät. „Geplant ist, dass dort vier oder fünf Musikvereine aus der Region auftreten.“ Welche das sind, stehe jedoch noch nicht fest. Sicher ist dagegen, dass es beim Bauernfest auch wieder viele Attraktionen für die Kleinen geben wird. Autoscooter stehen nämlich genauso auf dem Programm, wie die Kinderachterbahn oder auch ein Breakdancer.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Stammbeschicker dem Bauernfest über die zwei Jahre Pandemie hinweg die Treue gehalten haben. „Die Schausteller klagen alle über hohe Kosten und wenig Personal, deshalb hoffen wir sehr, dass der Wiederanlauf gelingt“, sagt Schunck. Lediglich zwei Beschicker, die das Bauernfest jahrelang begleitet haben, sind in diesem Jahr nicht dabei: die Eisbar Kronen und der Autoscooter Haddzis. Das liege jedoch weniger an Corona als an Altersgründen, wie Schunck erklärt.

Ausfallen wird auch das Pferderennen, das aufgrund der deutschlandweiten Krise im Pferdesport nicht stattfinden kann. „Es gibt immer weniger Rennpferde und bei den Dotierungen können wir einfach nicht mithalten“, schildert Schunck die Problematik. Ohnehin ist es für den Ausrichter des Bauernfests, den Reiterverein Bliestal, höchste Zeit, dass die Veranstaltung wieder stattfinden kann. „Der Reitbetrieb wird durch diese Einnahmen subentioniert. Das ist eigentlich unverzichtbar, sonst müssten wir die Preise anpassen, die dann sehr hoch wären.“ Umso besser also, dass das Bauernfest in diesem Jahr aller Voraussicht nach wieder Zehntausende anlocken wird.

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