- Das Homburger Waldstadion - Bild: Stephan Bonaventura

Nach rund zwei Monaten Pause geht’s für den FC 08 Homburg am Samstag endlich wieder los: Dann empfängt man um 14 Uhr den KSV Hessen Kassel im Waldstadion. Gegen die Nordhessen haben die Grün-Weißen einiges wiedergutzumachen. Mit dabei sein könnte auch ein namhafter Neuzugang – und einer, den die Homburger lange Zeit schmerzlich vermisst haben.

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Patrick Lienhard wirkt äußerst gut gelaunt. Das ist auch kein Wunder, schließlich hat der FCH-Kapitän eine lange Leidenszeit hinter sich. Kurz nach Saisonbeginn brach er sich im Training das Wadenbein und konnte so in dieser Saison gerade einmal ein Spiel von Anfang an bestreiten. Nun könnte das zweite bevorstehen. „Gerade am Anfang war es mental nicht so einfach“, blickt der 29-Jährige auf die knapp fünfmonatige Verletzungspause zurück. „Aber ich habe es relativ zügig geschafft, mich auf das zu konzentrieren, was ich beeinflussen kann.“ So kämpfte er sich zurück, konnte jede Einheit in der Vorbereitung mitmachen. „Darauf bin ich sehr stolz.“

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Nicht zuletzt beim Trainerteam dürfte man froh sein, dass der Kapitän nun endlich wieder an Bord ist. Schließlich hatte man vor der Winterpause nicht selten das Gefühl, das ein Taktgeber fehlte, der das Team auch gegen vermeintlich schwächere Gegner aufrüttelte. Folge waren immer wieder unerklärliche Aussetzer gegen Mannschaften wie die SG Sonnenhof Großaspach – oder den KSV Hessen Kassel, gegen die man eine herbe 0:3-Klatsche kassierte. „Wir haben in der Hinrunde immer wieder auch Spiele gehabt, wo wir die Klarheit haben vermissen lassen“, konstatiert Lienhard. „Unser Ziel für die Rückrunde ist es nun, eine gewisse Konstanz an den Tag zu legen.“

Zumindest in der Vorbereitung war diese beim besten Willen nicht gegeben. Immer wieder fielen Spieler, und auch Trainer Timo Wenzel, mit Corona-Erkrankungen aus, dazu verletzten sich noch Jannis Reuss und Loris Weiß. „Es war nicht chaotisch, aber auch nicht optimal“, räumt Trainer Timo Wenzel ein. „Aber die Testspiele waren fast alle sehr gut und wir haben das beste draus gemacht.“ Neu dazu kamen die zuletzt vereinslosen Shako Onangolo und Mounir Bouziane. Während Rechtsverteidiger Onangolo mit seinen 21 Jahren noch kaum Profierfahrung vorweisen kann, so ist Mittelstürmer Bouziane ein gerade im Südwesten durchaus bekanntes Gesicht. Er hat bereits 140 Drittligaspiele, unter anderem für Mainz 05 II und Waldhof Mannheim, auf dem Buckel. „Er ist ein Spieler, der schnell ist, den Ball gut halten kann und eine sehr gute Technik hat“, freut sich Wenzel auf den Neuzugang. Gut möglich, dass Bouziane gegen Kassel sofort von Anfang aufläuft.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Personalsituation bei den Grün-Weißen keineswegs rosig ist. Reuss hat sich eine Schulterverletzung zugezogen, Weiß laboriert an einer Adduktorenentzündung, dazu kommen noch die altbekannten Langzeitausfälle. Bei diesen stehen die Chancen für den Rest der Saison unterschiedlich. Während Thomas Gösweiner nach seinem Kreuzbrandriss in der vergangen Saison in dieser Runde noch zurückkehren könnte, wird Philipp Hoffmann mit einem Adduktorenabriss in dieser Rückrunde nicht mehr auflaufen. Zum Lazarett gesellt sich außerdem Ivan Sachanenko, der weiterhin Knieprobleme hat.

„Am Samstag können wir zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, aber wir werden trotzdem eine sehr gute Mannschaft auf dem Feld stehen haben“, blickt Wenzel voraus auf das Match gegen den Tabellenachten aus Kassel, der fünf Punkte Rückstand auf die Grün-Weißen hat. Dass die “Löwen” ein unangenehmer Gegner sind, haben sie nicht zuletzt im Hinspiel gezeigt: Da schlug das Team von Trainer Tobias Damm den FCH verdient mit 3:0. Ausschlaggebend war schon damals eine gute Defensivarbeit, die sich bei Kassel durch die ganze Saison zieht. Mit gerade einmal 24 Gegentore stellen sie die fünftbeste Defensive der Liga. Mit Blick auf die Hinrundenpleite ist aber für FCH-Coach Wenzel klar, dass seine Mannschaft voll motiviert auflaufen wird. „Wir haben etwas wiedergutzumachen und sind heiß darauf, dass es wieder losgeht. Die Messer sind gewetzt.“

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Anpfiff im Waldstadion ist um 14 Uhr, 8500 Zuschauer sind erlaubt. Auf Sitz- und Stehplätzen gilt die 2G-Regel, im VIP-Raum, der Dr. Theiss-Lounge und der Stadionklause 2G+. Eine medizinische Maske muss dort getragen werden, wo ein Abstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

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