Der erhoffte Befreiungsschlag in der Liga ist ausgeblieben. Der FC 08 Homburg hat beim 32. Spieltag der Regionalliga Südwest bei den Stuttgarter Kickers mit 0:2 verloren und rutscht damit auf Tabellenplatz sieben ab. Vor 3.770 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau scheiterten die Grün-Weißen immer wieder am überragenden Stuttgarter Keeper Felix Dornebusch – und kassierten beide Gegentore schon in der ersten Spielhälfte.
Schon nach fünf Minuten lag der FCH hinten. Per Lockl verarbeitete einen Chipball in den Strafraum stark und setzte die Kugel aus neun Metern rechts unten ins Eck – 1:0 für Stuttgart. Die Homburger mussten den frühen Schock verdauen, fanden aber zunehmend ins Spiel und erarbeiteten sich mehrere gute Möglichkeiten. Kaan Inanoglu scheiterte aus kurzer Distanz an Dornebusch (19.), Tim Steinmetz am langen Pfosten ebenso (35.), und erneut Inanoglu kurz vor der Pause (42.) – dreimal war der Stuttgarter Torhüter zur Stelle und hielt sein Team im Spiel.
Die Strafe folgte prompt. Lockl bediente per Freistoß punktgenau David Tomic, der den Ball aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfte (45.). Ein bitterer Zeitpunkt: Die Homburger hatten den Ausgleich förmlich auf dem Fuß, der Gegner traf eiskalt.
Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Grün-Weißen um die Wende, blieben im Abschluss aber zu harmlos. Hilal El-Helwe zielte in der 63. Minute über das Tor, Tomic prüfte auf der anderen Seite FCH-Keeper Michael Gelt zu einer Glanzparade (71.). Die Einwechslung von Nico Jörg – sein erstes Spiel nach mehrwöchiger Verletzungspause – brachte nochmals Schwung ins Homburger Offensivspiel.
In der sechsminütigen Nachspielzeit wurde es nochmals hektisch: Jörg traf nach einem Konter das Lattenkreuz, und Dornebusch parierte kurz darauf einen guten Versuch von Frederik Schumann. Der Anschlusstreffer, der das Spiel nochmal hätte öffnen können, wollte einfach nicht fallen.
Seitz: „Zu viele Bretter liegen gelassen“
Trainer Roland Seitz fand nach dem Spiel klare Worte. Die Chancenverwertung sei das zentrale Problem gewesen: „Da haben wir zu viele Bretter liegen gelassen.“ Gleichzeitig erkannte er an, dass die Kickers sein Team über weite Strecken beherrschten: „Sie haben uns in der Zweikampfführung und im Einsatz voraus waren. Sie haben uns sehr beschäftigt und wenig Möglichkeiten der Ruhe gegeben.“
Blick auf die Tabelle – und nach vorne
Mit 50 Punkten belegt der FCH nun Rang sieben und liegt drei Zähler hinter dem drittplatzierten TSV Steinbach Haiger. Platz drei ist rechnerisch noch möglich, der Weg dorthin aber enger geworden.
Am kommenden Samstag, den 9. Mai, steht das letzte Heimspiel der Saison an: Um 14 Uhr empfängt der FCH im Waldstadion den FC Bayern Alzenau. Und am Horizont wartet weiter das große Ziel: das Pokalfinale am 23. Mai im Ludwigsparkstadion gegen den 1. FC Saarbrücken.





















