Nicolas Jörg (vorne) setzt sich energisch gegen den Mannheimer Enes Tubluk beim 5:4-Testspielsieg mit dem FCH beim VfR Mannheim durch. Foto: Hagen
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„Alle Neune“ hieß es beim ersten Vorbereitungsspiel des Regionalligisten FC Homburg eine Woche nach Trainingsbeginn beim Tabellenführer der Oberliga Baden-Württemberg, dem VfR Mannheim. Mühsam setzte sich der FCH nach 90 Minuten mit 5:4 (2:2) durch. Dabei zeigten die Grün-Weißen auf dem Kunstrasenplatz im Leistungszentrum des VfR Mannheim eine mehr als unbefriedigende Leistung. 

FCH-Trainer Roland Seitz sagte: „Das war keine gute Leistung. Ich bin absolut nicht einverstanden mit dem, was wir hier gezeigt haben.“ Besonders verärgert zeigte sich der 61-Jährige über die Defensivarbeit seiner Mannschaft, die nicht weniger als vier Gegentore in Überzahl kassierte, nachdem VfR-Keeper David Nreca-Bisinger nach einer korrekten Foulelfmeter-Entscheidung zugunsten des FCH innerhalb weniger Sekunden wegen heftigen Meckerns zunächst Gelb und dann die Gelb-Rote Karte (35.) gesehen hatte. „Trotzdem darf man in Überzahl natürlich auf keinen Fall vier Gegentore kassieren. Da muss man stärker arbeiten und eine bessere Einstellung zeigen“, stellte Seitz nach der Partie klar.

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Vor nur 70 Zuschauern führte der FC Homburg durch einen Treffer von Markus Mendler (13.) mit 1:0. Nach einem Foul des Ex-Homburgers Raphael Aktoto an Manuel Kober gab es den erwähnten Strafstoß, den Mendler zum 2:0 (37.) verwandelte. In der Hintermannschaft zeigte der FC Homburg, der ohne den erkrankten Michael Heilig, den verletzten Mart Ristl (Sprunggelenk) und Tim Littmann (muskuläre Probleme) angetreten war, jedoch wenig Ordnung und leistete sich zahlreiche Fehler.

Zunächst vertändelte Tim Steinmetz gegen Pasqual Pander vor dem eigenen Strafraum den Ball. Pander verkürzte in der 42. Minute auf 1:2, und nur eine Minute später stand es durch Lennart Thum 2:2, weil die Innenverteidigung der Gäste mit Nils Röseler und Philipp Steinhart nicht im Bilde war. Zur Halbzeit brachte Seitz nicht weniger als sieben neue Spieler auf den Platz. Darunter Tyron Ken James Mata, der in der 53. und 77. Minute mit zwei Treffern zum 4:2 den FC Homburg scheinbar sicher in Führung brachte.

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Doch auch danach blieb die Defensive anfällig. Die neue Innenverteidigung des FCH mit Steffen Nkansah und Nils Röseler ließ durch Jassem Nasraoui (81.) zunächst den 3:4-Anschlusstreffer zu. Nach dem 5:3 durch Armend Qenaj (83.) kassierten die Gäste schließlich auch noch den vierten Gegentreffer durch Isaak Okwubor (86.), der den 4:5-Endstand aus Mannheimer Sicht herstellte.

Roland Seitz ist zwar weiterhin auf der Suche nach einem Stürmer und einem offensiven Mittelfeldspieler nach den Abgängen von Amar Suljić (zum FC Carl Zeiss Jena) und Minos Gouras (zur SGV Freiberg), sollte sich jedoch auch Gedanken über seine Vierer-Abwehrkette machen, die beim Testspiel in Mannheim keine Regionalligaform zeigte.

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Das nächste Vorbereitungsspiel bestreitet der FC Homburg am 25. Januar. Gegner ist der luxemburgische Erstligist FC Jeunesse Canach, Anstoß ist um 14 Uhr, gespielt wird voraussichtlich auf dem Jahnplatz in Homburg.

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