Bild: Bill Titze.

Der Ausbau der Radwege in Homburg sorgt oftmals für Unmut, doch beim Stadtradeln liegt die Kommune in diesem Jahr weit vorne. Fast 1000 Teilnehmer waren 2022 dabei. Bei der Siegerehrung gab es dafür ein dickes Lob von Mobilitätsministerin Petra Berg.

Sage und schreibe 176.000 Kilometer radelten Homburger beim diesjährigen Stadtradeln – und das in drei Wochen. Das bedeutet eine Einsparung von 27 Tonnen CO2. „Mit diesem Ergebnis hat die Stadt 2022 einen absoluten Rekord hingelegt“, freute sich die 2. Beigeordnete der Stadt, Christine Becker, bei der Preisverleihung im Waldstadion. Im Ranking aller Kommunen im Saarland zwischen 1.000 und 50.000 Einwohnern liegt die Kreisstadt damit gar auf Platz 1.

Zum 7. Mal nahm Homburg an der Aktion teil, die vom Klima-Bündnis ausgerichtet wird. Im Vergleich zum vergangenen Jahr fällt auch die deutlich erhöhte Teilnehmerzahl auf. So machten 2022 in Homburg 970 Radler mit, im vergangenen Jahr waren es noch rund 200 weniger. „Außerdem werden die Fahrer jünger, das Durchschnittsalter ist von 34 auf 28 Jahre zurückgegangen“, berichtete die Fahrrad-Beauftragte der Stadt, Ute Kirchhoff. Somit liege der Fokus noch mehr auf dem Thema sichere Radwege. „Da ist die Stadt in der Verantwortung, was zu tun.“

Für die neue Ministerin für Mobilität, Petra Berg, ist Homburg ob des Ergebnisses beim Stadtradeln trotz aller Radwege-Probleme eine „Fahrradstadt.“ Dementsprechend gab es ein dickes Lob von der Ministerin, die sich nicht zuletzt die Förderung des Radverkehrs auf die Fahnen geschrieben hat. „Das Ergebnis der Stadt ist einfach sensationell gut.“ Grundsätzlich sei das Radfahren in Zeiten hoher Energiepreise und des Klimaschutzes so attraktiv wie nie zuvor. „Beim Stadtradeln wurden in diesem Jahr im Saarland 1,5 Millionen Kilometer zurückgelegt, was einer Einsparung von 242.000 Tonnen CO2 entspricht. Das ist ein großartiger Erfolg.“ Die meisten Kilometer legte in Homburg übrigens das UKS-Team zurück: Mit über 18.000 Kilometer waren die Radler der Uniklinik beim Teamwettbewerb mit weitem Abstand vorne.

Vorheriger ArtikelErbacher Kerb im Thomas-Morus-Haus
Nächster ArtikelIm Dreiklang vereint – Lesefest HomBuch bringt Literatur, Kunst und Musik nach Homburg

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.