Im Rahmen des Gesellschaftswissenschaftsunterrichts unternahmen die Klassen 10a und 10b der Kirkler Schule gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Dr. Frank Schäfer und Michael Bollenbach eine eindrucksvolle Exkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass. Ziel des Besuchs war es, Geschichte nicht nur im Klassenzimmer zu behandeln, sondern sie vor Ort zu erleben und sich intensiv mit der Bedeutung von Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.
Bereits die äußeren Umstände unterstrichen die besondere Atmosphäre des Tages: Dichter Nebel lag über dem Gelände und verstärkte die ohnehin bedrückende Stimmung. Schweigend durchschritten die Schüler das Tor zum ehemaligen Konzentrationslager – jenes Tor, durch das einst unzählige Häftlinge gehen mussten, oft in der Ungewissheit über das ihnen bevorstehende, vielfach schreckliche Schicksal.
Geführt von sachkundigen Expertinnen erhielten die Klassen einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Lagers. Sie besichtigten unter anderem die ehemaligen Baracken, das Krematorium, den Erinnerungssaal, die Hinrichtungsstätte, den Appellplatz sowie die Gedenktafel für die Opfer. Besonders eindrücklich war auch der Besuch der Gaskammer, die als stummer Zeuge die grausamen Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes vor Augen führte. An den authentischen Orten wurde das Ausmaß der systematischen Entrechtung, Ausbeutung und Ermordung von Menschen im „Dritten Reich“ auf erschütternde Weise greifbar.

Während der Führung zeigten die Schüler großes Interesse. Immer wieder stellten sie Fragen – zu den Lebensbedingungen der Häftlinge, zur Organisation des Lagers und zur historischen Einordnung der Geschehnisse. Die Betroffenheit war vielen deutlich anzumerken. Theorie und Schulbuchwissen erhielten an diesem Tag eine neue, tiefgehende Dimension.
Michael Bollenbach betonte im Anschluss an die Führung die Bedeutung solcher Exkursionen: „Geschichte wird erst dann wirklich begreifbar, wenn man die Orte sieht, an denen sie geschehen ist. Es ist unsere Verantwortung, die Erinnerung wachzuhalten und aus der Vergangenheit für unsere Gegenwart und Zukunft zu lernen.“

Zum Abschluss ihres Besuchs versammelten sich die Klassen zu einer gemeinsamen Schweigeminute im Gedenken an die Opfer. In stiller Andacht setzten die Schüler ein Zeichen des Respekts und der Erinnerung.
Nachdenklich verließen die Kirkeler Schüler die Gedenkstätte. Der Besuch in Natzweiler-Struthof hat ihnen eindrücklich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen – damit sich ein solches Unrecht niemals wiederholt.





















