Ein Modell des geplanten Holzhauses wurden nun auf dem Marktplatz vorgestellt. Bild: Daniel von Hofen

Gemeinschaftsgefühl und Selbstbewusstsein von Kindern stärken – das ist das Ziel eines Holzhaus-Projekts, das auf dem Homburger Marktplatz vorgestellt wurde. Dabei sollen die Kinder unter Anleitung von Erwachsenen ihr eigenes Holzhaus errichten. Seine Heimat soll dieses am Kinderzentrum KIZ im Berliner Wohnpark finden.

„Wir schaffen das!“ Diese Worte kennt man nicht nur aus der Politik, sondern sie spielen auch bei einer recht bekannten Kinderserie eine große Rolle, in der ein Baumeister sein handwerkliches Geschick immer wieder aufs Neue unter Beweis stellt. Während es da jedoch animierte Figuren sind, die werkeln, sollen es in Homburg in den kommenden Monaten die Kinder selbst sein, die ein Bauprojekt in die Tat umsetzen.

Einen ersten Eindruck davon, was entstehen soll, erhielt man nun auf dem Marktplatz. Dort stellten die Kinder ein kleines Modell des Holzhauses vor, das in einigen Monaten direkt neben dem Caritas Kinder-Zentrum in der Charlottenburger Straße stehen soll. „KIZ-Bude“ heißt das Projekt, das im Rahmen des Förderprogramms zur Bekämpfung von Kinderarmut vom saarländischen Sozialministerium unterstützt wird und unter der Trägerschaft des Caritas-Zentrums Saarpfalz steht.

4×5 Meter soll das eingeschossige Haus später messen und als Spiel-, Werk- und Gerätedomizil des Kinderzentrums dienen. Entworfen wurde es vom Architekten Henning Rosengrün. Für die Kinder  steht bald einiges an Arbeit ins Haus, denn es sollen nur traditionelle Handwerkstechniken zum Einsatz kommen. Experte auf diesem Gebiet ist Lothar Wilhelm, der bereits im Projekt „WaldWerken“ viele Menschen an die handwerkliche Arbeit mit Holz herangeführt hat. Nun begleitet er auch „KIZ-Bude“ und ist überzeugt davon, dass Kinder Einiges aus solchen Aktivitäten lernen können. „Wenn das Haus steht, merken sie, was man zusammen alles schaffen kann. So entstehen Zusammenhalt und Selbstbewusstsein.“

Bisher machen acht Kinder mit – eine Zahl, die Wilhelm im Hinblick auf die einzelnen Arbeitsschritte durchaus positiv sieht. „Mehr als zehn Kinder sollten es in den einzelnen Arbeitsgruppen auch nicht sein, sonst wird es zu viel.“ Doch bevor es richtig losgehen kann, müssen sich alle noch etwas gedulden. Denn zuvor muss natürlich noch alles offiziell geprüft werden.

„Der Bauantrag läuft momentan“, erklärt die Erste Beigeordnete der Stadt, Christine Becker. „Außerdem muss noch das Außengelände entsprechend hergerichtet werden, sodass wir davon ausgehen, dass das Haus im Frühjahr 2022 stehen könnte.“ Finanziert werde das Projekt auch über Spenden, die weiterhin erwünscht seien. Schließlich soll es in einigen Monaten heißen: „Ja, wir haben es geschafft!“

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