St. Mauritius in Mandelbachtal-Ormesheim Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Probst
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Für die Pfarrkirche St. Mauritius in Ormesheim rückt eine dringend nötige Erneuerung näher: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) steuert 50.000 Euro zur neuen Dacheindeckung des markanten Gotteshauses bei. Den symbolischen Fördervertrag überbringt Professor Markus Otto, Ortskurator Saarbrücken der DSD, am Montag, den 24. August 2026 um 10 Uhr an Pfarrer Daniel Ševo.

Möglich wird die Unterstützung durch zahlreiche Spenden sowie durch die Erträge der Lotterie GlücksSpirale. Die Summe fließt gezielt in das Dach der Kirche, die im Mandelbachtaler Ortsteil Ormesheim seit Jahrzehnten das Ortsbild prägt.

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Errichtet wurde die heutige Hauptkirche der Gemeinde 1932 nach Plänen des Architekten Albert Boßlet, der ihr die Formensprache der Neuromanik gab. Die dreischiffige Basilika wirkt mit ihrem wuchtigen Turm monumental, ohne die Verbundenheit zur Region zu verlieren. Die naturfarbenen Dachziegel und die Außenwände aus weißgrauem Kalkstein verweisen bewusst auf den Bliesgau und auf Ormesheim, wo die Kalkverarbeitung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielte.

Im Inneren gliedern die Bögen der Seitenschiffe das Mittelschiff in einem ruhigen Rhythmus. Über dem Hauptschiff spannt sich eine flache, nach innen abgesetzte Holzdecke. Besonders eng ist die Kirche mit den Menschen des Ortes verwoben: Sämtliche Fenster und die Kanzel wurden von Ormesheimer Bürgern gestiftet, deren Namen bis heute an den Fenstern zu lesen sind. Ein großer Bogen trennt das Langhaus vom Altarraum, in dem eine Mensa aus Pfälzer Sandstein und ein Tabernakel aus Messing stehen.

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Die Geschichte des Altarraums erzählt auch von Veränderungen. Ursprünglich schmückte ein Wandgemälde des Münchener Malers Paul Thalheimer die Rückwand, das eine Szene aus dem Leben des heiligen Mauritius zeigte. Bei den Umbauten von 1981 wurde das Bild verdeckt. Für die Neugestaltung zeichnete der Bildhauer Max Faller verantwortlich, von dem der Tabernakel, die Kerzenständer und das Vortragekreuz stammen. Auch der Kreuzweg im südlichen Seitenschiff geht auf ihn zurück, während die Mensa des alten Altars ihren Platz in einer Kapelle neben dem Altar gefunden hat.

Mit der aktuellen Förderung reiht sich St. Mauritius in eine lange Liste ein. Über 80 Denkmale konnte die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen und der Mittel der GlücksSpirale allein im Saarland unterstützen. Bundesweit setzt sich die 1985 gegründete Stiftung als größte private Initiative für Denkmalpflege ein und hat bislang mehr als 7.500 Baudenkmale gefördert. Der Termin am 24. August ist zugleich als Einladung an Pressevertreter zu verstehen.

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