Keltische Klänge über zwei Ländern hinweg: Mehr als 1.500 Besucherinnen und Besucher strömten am 7. und 8. August in den Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, um die erste Ausgabe des Festivals CELTIKA zu erleben. Zwei Tage lang prägten Folk, Rock und Punk die Kulisse zwischen den archäologischen Ausgrabungen – begleitet von zarten Flötentönen ebenso wie vom kraftvollen Klang des Dudelsacks.
Den wohl ungewöhnlichsten Moment lieferte die bretonische Band Jahiner. Als Walking Act zog das Ensemble mitten durch die Menge und machte aus einem Konzert eine Wanderung über Grenzen hinweg. Wer wollte, folgte den Musikerinnen und Musikern von der deutschen auf die französische Parkseite – und überschritt so mit Instrumenten im Ohr die deutsch-französische Grenze.
Genau dieses Bild griff Landrat Frank John auf. „CELTIKA zeigt auf wunderbare Weise, was deutsch-französische Zusammenarbeit in unserer Region ausmacht: Wir überwinden Grenzen, schaffen gemeinsame Erlebnisse und bringen Menschen miteinander ins Gespräch“, sagte er. Der Walking Act habe diese Idee greifbar gemacht: „Die Musik begleitete die Menschen von Deutschland nach Frankreich und machte die Grenze zu einer verbindenden Linie. Das ist gelebtes Europa.“

Der Schauplatz trug seinen Teil dazu bei. Zwischen den freigelegten Überresten der antiken Siedlung trafen musikalische Traditionen auf das gemeinsame kulturelle Erbe der Region. Mit dem Veranstaltungsticket stand den Gästen zudem das museale Angebot auf der deutschen Seite des Parks offen – Konzert und Kulturgeschichte gingen so ineinander über.
Neun Bands standen an den beiden Tagen auf der Bühne, trotz hochsommerlicher Temperaturen. Stefan Munz, Geschäftsführer der Stiftung Europäischer Kulturpark, dankte sowohl den Musikern als auch dem Publikum, „das sich von der Musik mitreißen ließ, ausgelassen tanzte und sang“. Die Auftritte hätten trotz der Hitze für „beeindruckende Bühnenerlebnisse und besondere Momente“ gesorgt.

Für Munz belegte die Premiere das Grundanliegen der Veranstaltung. „CELTIKA hat gezeigt, wie Musik, Menschen und Regionen miteinander verbinden kann“, betonte er. Das Open-Air-Format sei so zu einem grenzüberschreitenden Erlebnis geworden, bei dem deutsche und französische Gäste gemeinsam feierten und die besondere Atmosphäre des Kulturparks erlebten.
Organisiert wurde das Festival gemeinsam vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, dem Saarpfalz-Kreis und dem Département Moselle. Damit setzt CELTIKA nicht nur musikalisch, sondern auch institutionell auf die Kooperation über die Grenze hinweg.





















