Wie die Staatskanzlei vor wenigen Tagen mitgeteilt hat, wird die Suspendierung des Direktors der HNO am UKS in Homburg aufgehoben. Er ist ab Montag wieder im Dienst und leitet damit als Chefarzt wieder die HNO-Klinik. Da aber die Ermittlungen andauern, hat der UKS-Vorstand verschiedene Maßnahmen zum Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie auch zum Wohl des Chefarztes getroffen.

„Die Situation ist für alle Beteiligten durchaus ungewöhnlich. Die Entscheidung über die Suspendierung und die Entscheidung über die Aufhebung der Suspendierung hat die Dienstaufsicht, die in der Staatskanzlei sitzt, getroffen. Der UKS-Vorstand ist in die disziplinarischen und strafrechtlichen Ermittlungen nicht involviert“, sagt Prof. Dr. Reith, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKS.

Reith sagt weiter: „Über die Schuld- oder Unschuldsfrage muss die unabhängige Justiz entscheiden, nicht das UKS.“

Über die Situation hat er deshalb persönlich die Kolleginnen und Kollegen der HNO informiert. Der Vorstandsvorsitzende hat außerdem mit dem Klinikdirektor gesprochen. Unter anderem wird dieser dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Bericht erstatten. Weitere Maßnahmen wurden mit ihm im Sinne eines Schutzkonzepts besprochen.

„Aus den Erfahrungen der letzten Jahre in unterschiedlichen Fällen hat das Klinikum sehr viele Maßnahmen ergriffen, um sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, aber auch um möglicherweise zu Unrecht Beschuldigte zu rehabilitieren. Zur Umsetzung unserer Schutzmaßnahmen braucht das Klinikum Rechtssicherheit im Hinblick auf Entscheidungen, die wir nicht beeinflussen können“, erläutert Professor Reith.

„Hierzu wurde ein Schutzkonzept etabliert, das es in dieser Form nur an wenigen Krankenhäusern mit dieser Transparenz gibt. Vorfälle können im Klinikum aber auch an externe Beauftragte gemeldet werden. Zusätzlich wurde eine externe Ombudsstelle eingerichtet, an die sich gewendet werden kann. Hierüber haben wir unser Personal und die Bevölkerung mehrfach informiert, zuletzt am 23.12.2020(klick hier).

In diesen Informationen sind die umfangreichen Meldewege des UKS-Schutzkonzeptes regelmäßig verlinkt. Ebenso funktioniert der Meldebutton auf der Homepage des UKS auch extern wieder, der technische Fehler wurde behoben.

Auch die Zahl unserer Meldungen über Vorfälle unterschiedlicher Art an die Aufsichtsbehörden wurde intensiviert. Darüber wurde aktuell positiv berichtet.“

Die Details im Rückblick:

Homburg | Neuer Skandal am UKS: Missbrauch auch in der HNO-Klinik?

UKS: HNO-Chef suspendiert – Ausschüsse im Landtag beschäftigen sich mit den Vorwürfen

 

 

 

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