Foto: AWO/BeckerBredel
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Inklusion zum Anfassen: Wenn die AWO am 18. September ihre Türen öffnet, dann steht in Dillingen ein ganzer Nachmittag im Zeichen des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung. Zwischen 14 und 18 Uhr laden die Projekte „Wir in Dillingen“ und „KuKuDill“ in ihre Räume in der Hüttenwerkstraße 15 ein – und zeigen dort, was gelebte Teilhabe konkret bedeutet.

Der Aktionstag ist Teil eines landesweiten Termins. In allen saarländischen Landkreisen präsentiert die AWO an diesem Freitag ihre ehrenamtliche Arbeit, öffnet Einrichtungen und stellt Projekte vor. Beteiligt sind Ortsvereine ebenso wie Kitas, die Jugendhilfe, Behinderteneinrichtungen und Seniorenzentren. In Dillingen übernimmt das Projekt „Wir in Dillingen/KuKuDill“ die Bühne.

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Besucherinnen und Besucher erwartet ein Programm, das die Vielfalt der AWO abbildet. Neben einem Infostand präsentiert sich der Dillinger AWO-Ortsverein, der erste im Saarland mit einem inklusiven Vorstand. Auch das „Café Courage“, das von behinderten und nichtbehinderten Menschen in Selbstverwaltung betrieben wird, ist vor Ort – im Gepäck sein gerade erst veröffentlichtes Buch.

Handwerk und Kunst rücken an diesem Nachmittag eng zusammen. Das Atelier Kreativ aus Saarlouis zeigt handgefertigte Produkte aus Keramik, Holz und Textil, die von Menschen mit Behinderung gestaltet wurden. Die Schreinerei der AWO-Werkstätten Dillingen stellt erstmals eine barrierefreie Staffelei vor – ein Stück, das genau den Anspruch verkörpert, um den es an diesem Tag geht. Ergänzt wird das Angebot durch den Werkstattrat, die betriebliche Vertretung von Menschen mit Behinderung, der Einblicke in den Arbeitsalltag der Werkstätten gibt.

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Wer bleiben und ins Gespräch kommen möchte, findet dafür Gelegenheit: Ein kreatives Mitmachangebot und eine kleine Stärkung laden zum Austausch und Verweilen ein. Der Nachmittag ist damit weniger klassische Präsentation als vielmehr offene Begegnung.

Hinter dem Aktionstag stehen zwei Projekte mit klarem Auftrag. „Wir in Dillingen“ ist ein Kooperationsprojekt der AWO und der Stadt Dillingen und setzt sich für eine inklusive Kommune ein. Bereits umgesetzt wurden eine gut besuchte Auftaktveranstaltung, eine Kunstaktion mit dem Künstler Mike Mathes zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung sowie die Übergabe zweier Rampen an Geschäfte in der Fußgängerzone. In den kommenden Monaten sollen die Projekträume weiter mit Leben gefüllt werden – auch durch das Engagement interessierter Bürgerinnen und Bürger.

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Das Schwesterprojekt „KuKuDill“ widmet sich dem Zugang zu Kunst und Kultur für Menschen mit Beeinträchtigungen. Seit einem Jahr arbeitet eine inklusive Gruppe künstlerisch zusammen und stellt beim Aktionstag ihre eigenen Interpretationen berühmter Werke aus. So wird der Nachmittag in der Hüttenwerkstraße zu einem Schaufenster dafür, wie Teilhabe im Alltag aussehen kann.

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