Foto: FC 08 Homburg
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Kein Fußballfest, aber drei wichtige Punkte: Der FC 08 Homburg hat das Flutlichtspiel gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern am Mittwochabend mit 2:1 gewonnen. Vor rund 3.000 Zuschauern im Waldstadion lagen die Grün-Weißen zur Pause noch zurück, steigerten sich nach dem Seitenwechsel aber. Julian Günther-Schmidt sorgte für den Ausgleich, die beiden eingewechselten Armend Qenaj und Marc Ehrhart entschieden die Partie schließlich zugunsten des FCH.

Roland Seitz musste seine Abwehr erwartungsgemäß umbauen. Für den nach seiner Roten Karte in Mannheim gesperrten Michael Heilig rückte Aaron Manu neben Kapitän Phillipp Steinhart in die Innenverteidigung. Ansonsten vertraute der Trainer weitgehend auf das Personal vom vergangenen Sonntag. Die erste Hälfte erwies sich für Freunde gepflegter Ballstafetten aber als schwere Kost. Beide Mannschaften verteidigten konzentriert, machten die Räume eng und ließen kaum Spielfluss aufkommen. Homburg hatte mehr vom Ball und war insgesamt etwas aktiver, fand gegen die kompakte Lauterer Mannschaft aber nur selten den Weg in wirklich gefährliche Räume.

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Umso ärgerlicher war das 0:1 nach 20 Minuten. Nach einem Eckball durfte Dion Hofmeister am Fünfmeterraum nahezu unbedrängt hochsteigen und einköpfen. Die Hereingabe war gut getreten, trotzdem machte es der FCH dem Gegner in dieser Situation viel zu einfach. Es war erneut ein Gegentor der Marke „muss nicht fallen“, bei dem die Homburger Defensive im entscheidenden Moment nicht konsequent genug verteidigte.

Die Grün-Weißen brauchten etwas, um den Rückstand abzuschütteln. Birkan Çelik hatte kurz darauf die schnelle Antwort auf dem Fuß, scheiterte aus gefährlicher Position aber an FCK-Torhüter David Kamga. Wenig später lag der Ball nach einem Abschluss von Hilal El-Helwe zwar im Netz, der Treffer wurde wegen Abseits zurecht nicht anerkannt. Auf der anderen Seite musste Michael Gelt gegen Hofmeister eingreifen, Chernoh Bah setzte einen weiteren Versuch knapp vorbei.

Mit dem 0:1 ging es in die Pause. Ein Rückstand, der angesichts einer insgesamt chancenarmen ersten Hälfte nicht zwingend war, den sich der FCH durch die Nachlässigkeit beim Gegentor aber selbst eingebrockt hatte. Wollte Homburg das Spiel noch drehen, musste vor allem offensiv mehr kommen. Und genau das war nach Wiederbeginn zu sehen. Der FCH kam mit deutlich mehr Tempo aus der Kabine, spielte zielstrebiger nach vorne und drängte Kaiserslautern zurück. Emir Kuhinja meldete sich früh per Kopf an, in der 54. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich. Simon Joachims setzte sich über rechts durch, El-Helwe legte zurück auf Julian Günther-Schmidt – und der traf zum 1:1. Eine tolle Kombination mit dem verdienten Lohn.

Der Treffer tat dem Homburger Spiel sichtbar gut. Die Gastgeber erhöhten den Druck und suchten nun konsequent die Führung. Kaiserslautern blieb zwar aufmerksam und versuchte selbst, bei Ballgewinnen nach vorne zu kommen, entwickelte aber kaum noch die Gefahr, um Michael Gelt ernsthaft zu beschäftigen. Homburg hatte die Partie zunehmend unter Kontrolle. In der 77. Minute bewies Seitz schließlich ein glückliches Händchen. Armend Qenaj, kurz zuvor eingewechselt, brachte von der linken Seite eine präzise Flanke in den Strafraum. Dort setzte sich der ebenfalls eingewechselte Marc Ehrhart durch und köpfte zum 2:1 ein. Eine Co-Produktion von der Bank – und die verdiente Führung für den FCH.

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Kaiserslautern fand darauf keine wirkliche Antwort mehr. Die Gäste warfen in der Schlussphase zwar noch einmal mehr Spieler nach vorne, klare Möglichkeiten zum Ausgleich blieben jedoch aus. Stattdessen hätte Homburg selbst noch erhöhen können. Nach starker Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Neuzugangs Kristijan Taseski kam Qenaj in der Nachspielzeit zum Abschluss, zielte aber genau auf Kamga.

Unter dem Strich steht ein verdienter Heimsieg. Spielerisch war es über weite Strecken kein Glanzstück, insbesondere die erste Halbzeit blieb zäh. Aber der FCH steigerte sich, entwickelte nach der Pause deutlich mehr Zug zum Tor und nutzte seine Möglichkeiten diesmal konsequenter als zuletzt in Mannheim und gegen die Stuttgarter Kickers. Abgesehen vom vermeidbaren Gegentor ließ die Defensive zudem wenig zu.

Damit hat Homburg seine Aufgabe am gestrigen Abend erfüllt und steht nach sechs Spieltagen bei zehn Punkten und konnte nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei ordentlichen Auftritten wieder einen Sieg nachzulegen. Am Samstag geht die englische Woche bereits weiter: Um 14 Uhr gastiert der FCH in Dreieich bei der U21 von Eintracht Frankfurt.

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