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Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat nach Vorschlag durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Förderung von weiteren Projekten der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) in Höhe von deutschlandweit voraussichtlich insgesamt rund 155 Mio. Euro beschlossen. Gleich an drei der insgesamt zehn geförderten sogenannten Konsortien sind saarländische Institutionen beteiligt.

Ministerpräsident Tobias Hans zeigte sich hoch erfreut über die erfolgreiche saarländische Teilnahme in diesem wettbewerblichen Auswahlverfahren und gratulierte den an diesen Projekten Beteiligten der Universität des Saarlandes (UdS), des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und des Leibniz-Zentrums für Informatik, Schloss Dagstuhl (LZI).

„Mit diesem Erfolg wird der saarländische Wissenschaftsstandort weiter aufgewertet und noch enger in nationale und europäische Initiativen zum Ausbau der Digitalisierung eingebunden. Bei der Vernetzung von Forschungsdaten ist das Saarland mit seinen Innovationsschwerpunkten Informatik und Materialwissenschaften national und in Europa ein exzellenter Partner“, so Hans.

Auf der Grundlage einer gemeinsamen Vereinbarung zwischen dem Bund und allen Bundesländern soll mit Hilfe der Förderung eine systematische Erschließung und Nutzung von Forschungsdaten gewährleistet werden, so dass die bislang meist projektbezogen und nur für kurze Zeit verfügbaren Daten dauerhaft und zentralisiert bereitgestellt werden.

In den geförderten Projekten können sich Wissenschaftler nach Fachrichtungen zusammenschließen und ihre Forschungsdaten über vernetzte Wissensspeicher austauschen. Damit verbunden ist nicht nur eine Zusammenarbeit auf nationaler Ebene, sondern auch die Anbindung und Vernetzung zu internationalen Initiativen wie der European Open Science Cloud.

Beteiligt sind von saarländischer Seite am Konsortium „NFDI-MatWerk“ aus dem Bereich der Materialwissenschaften die Universität des Saarlandes (UdS) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), am Konsortium „NFDI4DS“ auf dem Gebiet von Datenwissenschaften und Künstliche Intelligenz das Leibniz-Zentrum für Informatik, Schloss Dagstuhl (LZI) sowie auf dem Gebiet von Text- und Sprachdaten am Konsortium „Text+“ die Universität des Saarlandes (UdS).

Die Finanzierung der Konsortien erfolgt auf der Grundlage einer Bund-Länder-Vereinbarung mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Fördervolumen von 90 Mio. Euro jährlich bei einem Finanzierungschlüssel von 90 (Bund): 10 (Länder). Der Anteil des Saarlandes errechnet sich nach dem Königsteiner Schlüssel und beläuft sich im Endausbau der Konsortien auf bis zu ca. 140.000 Euro jährlich.

Aufgrund einer Überbuchung bei den beantragten Fördermitteln durch die Konsortien hat das NFDI-Expertengremium einen allgemeinen, für alle Konsortien und in allen drei Förderrunden anzuwendenden Berechnungs- bzw. Kürzungsmechanismus festgelegt, um in dem durch die Bund-Länder-Vereinbarung vorgegebenen finanziellen Rahmen bleiben zu können. Dies hat zur Folge, dass derzeit noch nicht genau bekannt ist, in welcher Höhe Fördermittel für die einzelnen an den geförderten Konsortien beteiligten saarländischen Institutionen zur Verfügung stehen werden.

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