Foto: Ismet Keyfoglu
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Ein Frühlingsfest, das in Homburg längst fest zum Jahreslauf gehört, hat nun eine besondere Aufwertung erfahren: Das deutsch-türkische Tulpenfest ist offiziell in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes des Saarlandes aufgenommen worden. Damit wird eine Veranstaltung geehrt, die seit Jahren viele Menschen in den Homburger Stadtpark zieht und dort Begegnung und Austausch ermöglicht.

Die Entscheidung, das Fest in das saarländische Verzeichnis aufzunehmen, versteht die Stadtspitze als Anerkennung für das langjährige Engagement vieler Beteiligter. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für unsere Stadt und eine besondere Würdigung des langjährigen Engagements aller Initiatoren und Beteiligten“, betonte Oberbürgermeister Michael Forster. „Dieses Fest steht von seinen Anfängen bis heute beispielhaft für ein lebendiges Miteinander, für Offenheit und für Integration, wie wir sie in Homburg tagtäglich leben und fördern.“

Mit dem Immateriellen Kulturerbe unterstützt die UNESCO seit mehr als 20 Jahren den Erhalt und die Weitergabe lebendiger Traditionen – von Musik und Tanz über Handwerkstechniken bis hin zu mündlichen Überlieferungen. Im Frühjahr 2022 wurde das saarländische Landesverzeichnis ins Leben gerufen. Zu diesem Verzeichnis gehört nun auch das deutsch-türkische Tulpenfest, das damit als schützenswerte und weiterzugebende Tradition im Land gewürdigt wird.

Für Oberbürgermeister Forster hat die Auszeichnung auch eine gesellschaftliche Dimension. „Gerade mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zeigt diese Auszeichnung, wie wichtig kulturelle Brücken und gemeinsame Traditionen sind. Das Tulpenfest bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen – friedlich, fröhlich und auf Augenhöhe“, erklärte er. Das Fest gilt in Homburg seit Jahren als Ort, an dem Begegnung im Alltag erlebbar wird.

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Auch der hauptamtliche Beigeordnete der Stadt, Philipp Scheidweiler, hebt die Bedeutung der Entscheidung hervor. „Mit dieser Auszeichnung wird ein Fest gewürdigt, das seit über einem Jahrzehnt weit über die Stadtgrenzen hinaus als Symbol für kulturellen Austausch, Begegnung und gelebte Integration steht. Daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir das Fest nicht nur partnerschaftlich begleiten, sondern auch von Anfang an aktiv unterstützen“, sagte Scheidweiler.

Die Unterstützung der Stadt zeigt sich vor allem in der Vorbereitung und Durchführung. Homburg stellt den Stadtpark als Veranstaltungsfläche kostenfrei zur Verfügung und beteiligt sich jedes Jahr maßgeblich an den organisatorischen Arbeiten. Mit Hilfe der städtischen Grünflächenabteilung werden im Vorfeld mehr als 1.000 Tulpenzwiebeln gesetzt, die zum Zeitpunkt des Festes in voller Blüte stehen und dem Park ein farbenprächtiges Bild geben.

Oberbürgermeister Forster verweist in diesem Zusammenhang auf die vielen Menschen, die das Fest über die Jahre geprägt haben. „Dieses Fest wäre ohne das große Engagement vieler Ehrenamtlicher über all die Jahre und ohne die enge Zusammenarbeit mit der Stadt nicht denkbar“, betonte er. „Unser besonderer Dank gilt allen, die sich in den zurückliegenden Jahren engagiert haben und engagieren – besonders natürlich den langjährigen Organisatoren Nurettin Tan und Klaus Friedrich, die mit viel Herzblut, Ausdauer und Ideenreichtum dafür sorgen, dass dieses Fest Jahr für Jahr ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender unserer Stadt ist.“

Die Idee zum deutsch-türkischen Tulpenfest geht auf eine persönliche Erfahrung zurück. Klaus Friedrich brachte das Konzept aus Istanbul mit nach Homburg. Gemeinsam mit dem städtischen Integrationsbeauftragten Nurettin Tan, dem damaligen Homburger Ortsvertrauensmann Markus Emser sowie zahlreichen weiteren Partnern wurde die Idee 2013 erstmals umgesetzt. Seitdem hat sich das Fest zu einer festen Größe im städtischen Veranstaltungskalender entwickelt.

In diesem Jahr steht bereits die zwölfte Auflage bevor. Gefeiert wird am Sonntag, 26. April, im Homburger Stadtpark. In dieser Form ist das deutsch-türkische Tulpenfest nach Angaben der Stadt weiterhin das einzige seiner Art. Mit der Aufnahme in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes des Saarlandes erhält es nun auch offiziell den Status einer Tradition, die über Homburg hinausstrahlt.

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