(v.l.n.r.) Gastroleiter Marco Dante, Assistentin der Geschäftsführung Corinna Welsch und Hausdame Sonja Coesfeld - Bild: Stephan Bonaventura

Fast täglich gibts es in Deutschland – je nach Region – neue Regeln und Gesetze zur Bekämpfung des Coronavirus. Viele Branchen waren in den letzten Wochen zwangsweise geschlossen, viele dürfen jetzt wieder erste Schritte in die neue Normalität wagen. Unter ihnen auch die Gastronomie. Seit heute können die Gäste wieder in den Restaurants bedient werden und auch Hotels ist es wieder erlaubt, touristische Gäste aufnehmen. So auch im Schlossberg Hotel Homburg.

Osterbuffet, Sonntagsbrunch, After-Work-Partys, Konferenzen oder einfach nur ein schönes Essen im hoteleigenen Restaurant – das und mehr war durch die Auflagen der Bundesregierung lange verboten, vieles bleibt es wohl auch weiterhin. Was sich grundlegend aber ab heute ändert ist, dass man wieder in Restaurants essen darf, natürlich unter der Voraussetzung strengster Abstands- und Hygieneregelungen. Um möglichst zeitnah alle neuen Standards umsetzen zu können, hat sich das Team des Hotels schon sehr früh und kontinuierlich mit der möglichen Umsetzung der Regularien beschäftigt. Jetzt gibt es detaillierte Reinigungspläne für alle Abteilungen, nichts wird dem Zufall überlassen – darauf haben die Abteilungsleiter stets ein Auge. Damit nichts übersehen wird, gibt es zusätzlich sogar eine eigene Hygienebeauftragte, die abteilungsübergreifend immer ein Auge auf die täglichen Abläufe hat.

Viel Platz an und zwischen den Tischen gibt es jetzt im Restaurant des Schlossberg Hotel Homburg – Bild: Stephan Bonaventura

Der Eingang zum Restaurant erfolgt ab sofort wie immer über die Lobby. Um gegensätzliche Strömungen zu vermeiden ist der Ausgang allerdings direkt auf Restaurantebene Richtung Terrasse. Die Tische wurden so gestellt, dass alle Mindestabstände eingehalten werden können. „Das ist schon etwas Besonderes bei uns, denn man kann hier mit getrenntem Haushalt essen, aber trotzdem mit dem nötigen Abstand zueinander sitzen. Das Gleiche geht auch beim Essen mit einem Geschäftspartner am Zweiertisch. Auch hier stimmt natürlich der Abstand, ganz ohne Plastik in der Mitte“, erzählt Corinna Welsch, Assistentin der Geschäftsführung. Durch das große Platzangebot war es im Restaurant möglich. auf einen Spuckschutz auf den Tischen zu verzichten. Die Plätze haben zueinander alle den vorgegebenen Mindestabstand zur gegenübersitzenden Person. „Wir haben uns von Beginn an natürlich sehr viel Gedanken gemacht und das Team ist entsprechend eingearbeitet. Wir haben mehrere Hygienestationen mit dem Desinfektionsmittel aus dem Hause Dr. Theiss Naturwaren und tragen immer den Mund-Nasen-Schutz, designt von Laura Theiss. Es ist uns ganz wichtig, dass sich die Gäste sicher fühlen und ihre Zeit hier genießen können.“

Bild: Stephan Bonaventura

Die neuen Regeln machen zwar insgesamt ein Restaurantöffnung möglich, allerdings nur unter sehr verminderter Auslastung. „Wir können hier im Hotel Restaurant gerade einmal 50% der Sitzplätze unter den neuen Bestimmungen belegen. Auch die Terrassenkapazität fahren wir entsprechend herunter. Um besser planen zu können, fragen wir direkt bei der Reservierung nach der Anzahl der Haushalte um bei der Tischplanung alles entsprechend zu bestuhlen. So kann das Restaurant für die Gäste perfekt vorab hergerichtet werden“, erklärt uns Gastroleiter Marco Dante.

Dass viele Menschen jetzt heiß darauf sind, sich wieder kulinarisch verwöhnen zu lassen, zeigt ein kurzer Blick ins Reservierungsbuch. Die ersten drei Tage sind bereits ausgebucht. Auch beim Essenangebot selbst hat sich seit der letzten Öffnung manches verändert. Frühstück gibt es nur noch am Tisch. Dafür à la carte und individuell. Buffets und Brunches entfallen bis auf Weiteres.  „Es gibt ein neues Konzept unserer Speisekarte. Wir hatten jetzt viel Zeit diese zu entwickeln und darüber nachzudenken. Es gibt mittags eine kleine Karte mit bodenständiger Küche. Unser beliebtes Business-Menü wird es unter der Woche weiterhin geben. Täglich zwischen 18:00 bis 22:00 können unsere Gäste ab sofort neu à la Carte bei uns essen. 5 Vorspeisen, 5 Hauptgänge, 3 Desserts“, fasst Corinna Welsch zusammen. Handwerklich stellt sich das mit ausgefeilten Kreationen von Küchenchef Mirko Bunk dar, der in seinen Gerichten auch mit vielen kulturellen Einflüssen experimentiert. Klassische Gerichte werden von ihm neu interpretiert und entwickeln so einen ganz neuen Charme und Geschmack. Etwa 12 Mitarbeiter arbeiten unter Küchenchef Mirko Bunk. Seit Mitte letzten Jahres führt er das Team an und formt seitdem nach und nach seinen eigenen Stil. Ab dem 25. Mai bietet das Hotel Restaurant das Monats-Menü „Fernweh“ an. Eine Hommage an die Welt der Fischgerichte, denn wenn man schon nicht ans Meer kann, soll das Meer wenigstens nach Homburg kommen. Neu ist auch das Überraschungsmenü am Mittwoch. „Für 49,00€ gibt es ein 4-Gang Menü, für 64,00€ noch mit zusätzlicher Weinbegleitung, erklärt Welsch.

Neben dem Restaurant ist der Ballsaal das eigene Epizentrum rund um Konferenzen, Tagungen und Events aller Richtungen. Jetzt ist es hier ziemlich still, im Hintergrund ist man aber schon an den Überlegungen zu den ersten Tagungen, sobald dies erlaubt wird. Welsch: „Wir schauen, was unter den gegeben Hygienestandards und Auflagen möglich ist und testen vorab, was wie genau realisierbar ist. Auch hier kommt uns für kleinere Gruppen unser großes Platzangebot im Ballsaal zugute.“

Was das Hotel selbst angeht, bemüht man sich sehr um einen kontaktlosen Check-In und Check-Out. Auch hier ist die Sicherheit der Gäste der wichtigste Aspekt. Von der Rezeption mit Spuckschutz und Hygienestation bis hin zur stetigen, regelmässigen Desinfikation sämtlicher Griffe und Armaturen in Zimmern und allen Etagen. Für touristische Gäste gibt es bei der Buchung jetzt außerdem Spezialpakete mit Wanderkarten, Trinkflaschen, Schuhputzservice und mehr. Der Urlaub in der Region soll wieder in Schwung kommen und das merkt man laut Corinna Welsch auch direkt in den laufenden Reservierungen.

Spuckschutz und Mund-Nasen-Maske gehören jetzt zum neuen Standard im Hotel- Bild: Stephan Bonaventura

Die neue Normalität – sie verlangt den Gastronomen und Hoteliers noch mehr ab als üblicherweise aber Corinna Welsch und ihr Team haben sich ihre gute Laune bewahrt. „Das Lächeln unserer Herzen ist weiterhin da, das sieht man jetzt nicht mehr an unseren Mundwinkeln aber dafür in unseren Augen. Unsere Gäste sind wie unsere Familie und wir freuen uns jetzt einfach wieder für sie da sein zu dürfen.“ (sb)

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