Präsenz zeigen ist eines der Hauptziele rund um die Kontrollen. - Bild: Stephan Bonaventura

Nach Gewerkschaftsinformationen konnte am vergangenen Freitag die Nachtschicht der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt aufgrund einer Vielzahl an Corona-Fällen innerhalb der Dienstgruppe personell nicht besetzt werden. Trotz strikter Einhaltung der umsetzbaren Abstands- und Hygienevorschriften sind im Laufe der vergangenen Woche eine Vielzahl an Polizistinnen und Polizisten der landesweit größten Polizeiinspektion im Dienst erkrankt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Landesbezirk Saarland, beobachtet die momentane Entwicklung mit großer Sorge.

David Maaß
Quelle: GdP Saarland

Der Landesvorsitzende der GdP, David Maaß, sagt hierzu: „Unsere Kolleginnen und Kollegen im operativen Dienst können nur in sehr geringem Umfang die Möglichkeiten von Homeoffice oder Rufbereitschaft zur Infektionsminimierung in Anspruch nehmen und verlieren im nächstbesten handfesten Tumult mit z.B. Corona-Leugnern als erstes ihre FFP2-Masken. Anstatt zu klatschen, verständnisvolle Presseerklärungen herauszugeben und unsere Polizei weiterhin sehenden Auges in den Sturm zu schicken erwartet die GdP von den politisch Verantwortlichen spätestens bei den anstehenden Tarif- und Besoldungsverhandlungen Ende des Jahres ein deutliches Signal in Form einer Corona-Zulage für unsere systemrelevante Polizei.“

Die GdP wünscht den erkrankten Kolleginnen und Kollegen gute Besserung und spricht dem polizeiärztlichen Dienst Dank für den unermüdlichen Einsatz aus. Nach Ansicht der Gewerkschaft gehört zur Fürsorge auch die Anerkennung der Corona-Infektion als Dienstunfall – gerade, weil die Spätfolgen derzeit noch nicht prognostizierbar sind. Hierzu führt die GdP zurzeit Gespräche mit der Landesregierung.

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