Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene haben sich die Straftaten im Bereich der Missbrauchsabbildungen nahezu verdoppelt. Die CDU-Fraktion fordert deshalb nun, den saarländischen Sicherheitsbehörden Möglichkeiten zur Nutzung Künstlicher Intelligenz zur Verfügung zu stellen, um den Tätern besser auf die Spur zu kommen.  

„Die neuen Zahlen zum Aufwuchs der Verbrechen gegen Kinder und Jugendliche machen mich fassungslos und widern mich an“, sagt Alwin Theobald, der kinderpolitische Sprecher der Fraktion. „Die Täter müssen spüren, dass wir ihnen auf der Spur sind!“ Die Sicherheitsbehörden müssten neue Wege gehen können, um schnell zu reagieren.

Mit den Planungen für den Bau eines Cyberabwehr- und Trainingszentrums (CATZ) in Göttelborn und der neuen Einstellungsmöglichkeit von Cyberkriminalisten stelle Innenminister Klaus Bouillon (CDU) laut seiner Partei wichtige Weichen zur Prävention und Repression von Missbrauchsabbildungen von sexuellem Missbrauch von Kindern. Gerade das sogenannte ‚Tatmittel Internet‘, also Konsum und Verbreitung von pornografischen Schriften über das Internet unter anderem im Darknet, müsse dabei genau unter die Lupe genommen werden.

„Im März wurde das Strafmaß in Deutschland für die Täter hochgesetzt, aber die Datenmengen, die die polizeilichen Ermittler Tag für Tag sichten müssen, sind mit enormem Zeitaufwand verbunden. Dazu kommt das Aufspüren des Materials, der Drahtzieher und der Produzenten“, sagt Theobald.

Er fordert unter anderem ein KI-gestütztes Cloud-Modell, das derzeit in NRW in Erprobung ist: Mit dieser Software könnten zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Ermittlungsverfahrens schnell und effizient aus der Menge der Daten Beweismittel herausgefiltert werden, die zur Prüfung des dringenden Tatverdachts benötigt werden. „Der Staat muss aufrüsten, wenn er mit den Verbrechern Schritt halten will. Im Saarland sehe ich hier beste Voraussetzungen, neue Wege in der Verbrechensbekämpfung zu gehen.“

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