Rund 100 Studierende und Lehrende aus 16 Nationen kommen in der kommenden Woche am Campus Kaiserslautern zusammen, um gemeinsam ein fiktives Unternehmen zu führen – und dabei ganz reale Erfahrungen zu sammeln. Die International Business Week (IBW) der Hochschule Kaiserslautern geht vom 16. bis 20. März bereits in ihre 16. Auflage und hat sich längst zu einem festen Baustein der internationalen Hochschulstrategie entwickelt.
Im Zentrum der Woche steht ein betriebswirtschaftliches Planspiel, bei dem gemischte Teams das Management eines fiktiven Fahrradherstellers übernehmen. Gaststudierende arbeiten dabei Seite an Seite mit Studierenden der Zweibrücker Studiengänge Finanzdienstleistungen und International Business Administration. Gemeinsam analysieren sie Geschäftsberichte, bewerten Kennzahlen und entwickeln Strategien für ein sich ständig veränderndes Marktumfeld. Ergänzt wird das Programm durch Besuche bei zwei international erfolgreichen Fahrradherstellern: Canyon sowie Riese & Müller.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen aus der Schweiz, Belgien, Kroatien, Schweden, den Niederlanden, Spanien, Israel, Ungarn, Portugal, Tschechien, Frankreich, Rumänien, Lettland, Italien, Argentinien und Zypern an. Damit sprengt die IBW schon seit einiger Zeit den rein europäischen Rahmen. Gäste aus Südamerika und Asien bringen zusätzliche Perspektiven ein und erweitern den interkulturellen Dialog, der das Format so wertvoll macht.
Hinter der internationalen Ausrichtung des Fachbereichs Betriebswirtschaft steht maßgeblich Prof. Dr. Christian Armbruster, der seit 2011 als Auslandsbeauftragter fungiert. Unter seiner Federführung entstanden unter anderem vom DAAD geförderte Doppelabschlussprogramme und zahlreiche Hochschulkooperationen weltweit. Die Hochschule Kaiserslautern unter Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Schmidt unterhält mittlerweile Partnerschaften mit mehr als 100 Hochschulen rund um den Globus und zählt Studierende aus über 80 Nationen – Zahlen, die den Anspruch auf gelebte Internationalität untermauern.
Ihren Höhepunkt erreicht die Woche am Freitag, dem 20. März, zwischen 11 und 12 Uhr. Dann präsentieren die internationalen Teams ihre Ergebnisse aus dem Planspiel, bevor die besten Strategien bei einer Preisverleihung gewürdigt werden. Für die Studierenden ist dieser Abschluss mehr als eine Formalität: Er bündelt fünf Tage intensiver Teamarbeit über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg zu einem greifbaren Resultat.
Die IBW zeigt exemplarisch, wie praxisnahe Lehre und internationaler Austausch ineinandergreifen können. Was 2011 als Initiative begann, ist heute ein Format, das Studierende aus aller Welt nach Kaiserslautern zieht – und das weit über die Grenzen der Pfalz hinaus Beachtung findet.


















