Symbolbild

Der Wettbewerb auf deutschen Schienen nimmt weiter Fahrt auf: Nicht-bundeseigene Bahnunternehmen bauen ihre Marktanteile in allen Bereichen des Zugverkehrs aus. Das geht aus einem Zwischenbericht der Bundesnetzagentur hervor, den die Behörde heute zur Lage des Eisenbahnmarktes im Jahr 2025 vorgelegt hat.

Das Bild, das der Bericht zeichnet, ist zweigeteilt. Während sich der Personenverkehr auf der Schiene stabil zeigte, musste der Güterverkehr insgesamt einen Rückgang hinnehmen. Bemerkenswert ist dabei die Verschiebung der Kräfteverhältnisse zugunsten der privaten Anbieter.

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Besonders deutlich fällt diese Entwicklung im Transport von Waren aus. Zum Jahresende erreichten die Wettbewerber der bundeseigenen Bahn einen Marktanteil von 67 Prozent im Schienengüterverkehr, nach 60 Prozent im Vorjahr. Die staatlichen Unternehmen erbrachten damit nur noch ein Drittel der Verkehrsleistung. Auch im Fernverkehr legten die Konkurrenten zu: Erweiterte Verbindungen ließen ihren Anteil um einen Prozentpunkt auf acht Prozent klettern.

Ein zweiter Schwerpunkt des Berichts widmet sich der sanierten „Riedbahn“, die als erste Strecke bundesweit eine sogenannte Generalsanierung durchlaufen hat. Für sie liegen mittlerweile Vergleichsdaten über ein komplettes Jahr vor. Die Bilanz zwölf Monate nach Abschluss der Arbeiten im Januar 2025 fällt spürbar positiv aus.

So gingen Verspätungen, die auf fehlerhafte Leit- und Sicherungstechnik zurückzuführen waren, um 25 Prozent zurück. Noch stärker fiel die Verbesserung bei kurzfristig nötigen Bauarbeiten aus, hier sank die Verspätungsmenge um 35 Prozent. Auch defekte Weichen sorgten seltener für Verzögerungen, die entsprechenden Werte verringerten sich um 22 Prozent.

Zugleich rückt der Bericht eine gewaltige technische Aufgabe in den Blick: die Ausrüstung der Fahrzeuge mit dem europäischen Zugsteuerungssystem ETCS. Um mehr Transparenz zu schaffen, befragte die Bundesnetzagentur im vierten Quartal 2025 erstmals die Fahrzeughalter. Insgesamt sind bei deutschen Haltern rund 14.000 Triebfahrzeuge und Steuerwagen in mehr als 300 Baureihen im Einsatz.

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Von diesen Fahrzeugen verfügen bislang lediglich 1.860 über die ETCS-Technik, was einem Anteil von 13 Prozent entspricht. Der Umbau der Flotte steht damit noch am Anfang. Den vollständigen Bericht hat die Behörde auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

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